Zweikampf zwischen Semih Aktas (re., ETuS/DJK) und Janis Dworak, der mit dem VfL Schwerte das Derby in Schwerte-Ost mit 0:3 verlor. © Manuela Schwerte
Fußball-Bezirksliga

Mit Video: Emotionen bei ETuS/DJK wie schon lange nicht mehr – „Hatte Tränen in den Augen“

Ein Erfolg gegen den Erzrivalen VfL Schwerte ist für alle Beteiligten des ETuS/DJK Schwerte kein Sieg wie jeder andere. Am vergangenen Sonntag war es besonders emotional in Schwerte-Ost.

Die Bilanz der vergangenen Wochen auf eigenem Platz kann sich sehen lassen: Von zwölf möglichen Punkten behielt der ETuS/DJK Schwerte in den vergangenen vier Heimspielen Partien zehn Zähler im EWG-Sportpark. Weil sie darüber hinaus im bisherigen Saisonverlauf aber leer ausgegangen sind, stehen die „Östlichen“ nach zwölf Spieltagen als Tabellendrittletzter immer noch auf einem Abstiegsplatz der Bezirksliga 8.

Immerhin ist es dem Team von Trainer André Haberschuss jedoch gelungen, den Anschluss zum Tabellenmittelfeld herzustellen – dank eines 3:0-Derbysieges gegen den VfL Schwerte, der am vergangenen Sonntag in Schwerte-Ost lange nicht mehr erlebte Emotionen auslöste.

Auch beim Vereinsvorsitzenden Hans Haberschuss war das so. In seiner Funktion als Stellvertretender Bürgermeister hatte er mittags noch eine Gedenkrede zur Kranzniederlegung am Volkstrauertag bei den Schützen in Schwerte-Ost gehalten. Zu einem Wiedersehen kam es dann ein paar Stunden später auf der Sportanlage. Eine Abordnung der Schützen haute mit Beginn der zweiten Halbzeit auf die Pauke und blies Fanfaren, um den ETuS/DJK im Derby zu unterstützen – in einer Art und Weise, die Hans Haberschuss regelrecht rührte: „Ich hatte Tränen in den Augen“, gestand der Vereins-Chef.

André Haberschuss: „Waren ab der ersten Minute da“

Auch sein Sohn, Trainer André Haberschuss, fand die unverhoffte Unterstützung vom Spielfeldrand „überragend“. Und weil aus seiner Sicht auch das Ergebnis passte, blickte der Coach nach Spielschluss auf eine Partie zurück, die ganz nach seinem Geschmack gelaufen war: „Wir waren ab der ersten Minute da, waren immer präsent und haben deshalb auch verdient gewonnen, wie ich finde. Und es war endlich mal wieder ein Derby mit Emotionen“, fand Haberschuss.

Möglicherweise hat dabei auch die intensive Aufarbeitung des bisher eher unbefriedigenden Saisonverlaufs eine Rolle gespielt. Etwa zwei Stunden lang habe man am Dienstag vor dem Spiel zusammengesessen und gesprochen, verriet André Haberschuss.

Mit der ersten Chance das Führungstor erzielt

In die Karten spielte den „Östlichen“ zudem auch das frühe Führungstor. Ismail Ayar traf schon in der achten Minute zum 1:0. „Endlich mal haben wir gleich aus der ersten Chance ein Tor gemacht und sind in Führung gegangen – dann geht vieles leichter“, so der Trainer. Weil sich der VfL dann nach einer guten halben Stunde durch die Rote Karte gegen Ion Samardac selbst dezimierte und in Unterzahl kaum Torgefahr versprühte, geriet der Derbysieg der „Östlichen“ kaum einmal ins Wanken – erst recht nicht mehr, als Jasmin Smajlovic (72.) und Milos Bratic in der Nachspielzeit für den 3:0-Endstand sorgten.

Und doch ist die Derbysieg-Freude beim ETuS/DJK Schwerte nicht ungetrübt. Mit Ayar (Oberschenkelzerrung), Nouri Bah (Haberschuss: „Er schleppt sich schon seit Wochen von Spiel zu Spiel“) und Kevin Loke (Kniebeschwerden) mussten drei Spieler verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Da kommt das spielfreie Wochenende gerade richtig, findet André Haberschuss – zumal man den Prestigesieg gegen den Erzrivalen somit noch ein paar Tage länger auskosten kann.

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Michael Doetsch

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