Zweikampf aus einem Lokalduell: Hennens Brian Prince gegen den Ergster Spielertrainer Welf-Alexander Wemmer. © Nils Foltynowicz
Fußball

Mit Kapitän Robin Klüter will Eintracht Ergste den zweiten Sieg einfahren

Die Negativ-Serie soll beendet werden. Gegen das Schlusslicht Iserlohner TS will A-Kreisligist SG Eintracht Ergste unbedingt punkten. Endlich wieder mit dabei ist Kapitän Robin Klüter.

Gute Nachrichten sind rar geworden. Drei Punkte aus fünf Spielen lassen wenig Begeisterung aufkommen. „Wenn nicht jetzt, wann sonst? Jetzt kommen die Gegner, gegen die wir punkten müssen“, sagte Welf-Alexander Wemmer, Spielertrainer der SG Eintracht Ergste, vor der Partie am Donnerstagabend (20 Uhr, Waldstadion Zuhause am Bürenbrucher Weg gegen Schlusslicht Iserlohner TS. Für das Spiel, das eigentlich in Iserlohn stattfinden sollte, wurde das Heimrecht getauscht. Auf der Iserlohner Anlage ist die Flutlichtanlage defekt.

Der Ergster Kapitän ist wieder dabei: Robin Klüter.
Der Ergster Kapitän ist wieder dabei: Robin Klüter. © Manuela Schwerte © Manuela Schwerte

Der schwach gestartete A-Kreisligist aus Ergste steht als Tabellen-15. mit drei Zählern schon gehörig unter Druck, um nicht bereits frühzeitig den Kontakt zum Mittelfeld zu verlieren. Am Ende der Englischen Woche mit den Spielen in Iserlohn und beim Tabellennachbarn ASSV Letmathe II sollen vier Punkte mehr auf dem Konto der Ergster sein. „Sechs Punkte wären natürlich schöner, aber vier sind das Minimum. Jetzt kommen die Gegner, gegen die wir was holen müssen“, versprach der Spielertrainer ein erfolgreiches Wochenende.

Dass die Ergster am Donnerstag gegen die Mannschaft antreten müssen, deren letztes Spiel am vergangenen Wochenende gegen Olympos Menden nach heftigen Spielertumulten abgebrochen wurde, stört Wemmer nicht. Könnten sich also Vorfälle wie am Sonntag in Ergste wiederholen? „Das hoffe ich natürlich nicht. Wir müssen unser Spiel machen, müssen auf uns schauen. Natürlich kann und darf es auch schon mal nickelig werden, es muss aber immer fair bleiben. Und Diskussionen geht man am besten aus dem Weg. Wenn überhaupt, kann das der Kapitän oder der Trainer übernehmen“, hat Wemmer seinen Spielern eingeschärft.

Der Knoten soll also endlich platzen bei der SG Eintracht Ergste, die nach dem 0:4 gegen den Aufstiegskandidaten SG Hemer zum ersten Mal auf einem Abstiegsrang steht. Keine Frage, es läuft noch nicht rund. Allein das 2:0 im Derby bei Holzpfosten Schwerte am 12. September steht bislang als Erfolg zu Buche. „Wir hatten zu Beginn der Saison echtes Verletzungspech, mussten zwei Leistungsträger nach einem Kreuzbandriss und einer Knöchelverletzung langfristig ersetzen. Die fehlen uns zwar immer noch, aber unser Kapitän Robin Klüter hat seinen Urlaub beendet und ist mit an Bord“, so Wemmer. Durch die Verletzungen sei man aus der Bahn geworfen worden.

Woher nimmt Wemmer seinen Optimismus? Der Spielertrainer, der zusammen mit Gianlucca Zocco gleichberechtigt als Trainer-Gespann fungiert, sieht eine insgesamt positive Entwicklung, aber die Mannschaft sei noch jung und brauche noch etwas Zeit. „Wichtig ist“, so der 31-Jährige, „dass alle richtig Bock haben Fußball zu spielen. Es müssen jetzt nur noch einige Stellschrauben geändert werden, dann stellt sich auch der Erfolg ein.“

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Ein waschechter Dortmunder, Jahrgang 1957. Vor dem Journalismus lange Jahre Radprofi, danach fast 30 Jahre lang Redakteur bei Dortmunder Tageszeitungen, seit 2015 bei den Ruhr Nachrichten, natürlich im Sport.
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