Sauerländer Playoff-Jubel: So freuten sich die Spieler der Iserlohn Roosters nach dem 3:0-Sieg gegen Ingolstadt. Am Dienstag steht in Berlin das erste Viertelfinalspiel auf dem Programm. © Jonas Brockmann/ Eibner-Pressefoto
Eishockey

Iserlohn Roosters treten in der Hauptstadt an, um die Eisbären zu erlegen

Die Qualifikation für die Playoff-Runde haben die Fans der Iserlohn Roosters mit einem Hupkonzert gefeiert. Nun wartet in Berlin eine echte Herausforderung auf die Sauerländer Eishockey-Profis.

Läge die Iserlohner Eissporthalle am Seilersee in einem Wohngebiet, hätte es am späten Sonntagnachmittag wohl die eine oder andere Beschwerde wegen Ruhestörung gegeben.

So aber war das Hupkonzert, mit dem die in dreistelliger Zahl zur Halle gekommenen Fans der Iserlohn Roosters den Einzug ihrer Mannschaft ins Playoff-Viertelfinale der Deutschen Eishockey-Liga (Penny-DEL) feierten, eine reine Freudenveranstaltung – zumal die Anhänger ein ausdrückliches Lob der Iserlohner Polizei für ihr Verhalten erhielten.

Finanzstärkere Konkurrenz guckt in die Röhre

So zählen die Roosters also nun zu den acht Mannschaften, die noch im Rennen um die Deutsche Meisterschaft verbleiben – alles Andere als eine Selbstverständlichkeit aus Sicht der Sauerländer, die sich als einzige Mannschaft aus NRW für die Playoffs qualifiziert haben. Größere und finanzstärkere Kontrahenten wie die Kölner Haie oder die Düsseldorfer EG gucken dagegen in die Röhre.

Mit jenen Düsseldorfern hatten sich die Iserlohner am letzten Spieltag der so genannten Verzahnungsrunde gegen die Mannschaften der Süd-Staffel ein Fernduell um den begehrten vierten Tabellenplatz geliefert. Weil sie gegen Ingolstadt ein starker 3:0-Heimsieg gelang und Düsseldorf im Parallelspiel bei Red Bull München mit 1:6 unter die Räder kam, rückten die Roosters vor auf Platz vier – sehr zur Freude der hupenden Fans.

„Außenseiter, aber wir werden unseren Spaß haben“

Mit dem Erreichen der Playoffs soll die Iserlohner Reise aber noch nicht zu Ende sein – auch wenn mit den Eisbären Berlin im Viertelfinale eine höchst anspruchsvolle Aufgabe wartet. „Es ist klar, dass wir Außenseiter sind. Aber wir werden unseren Spaß haben“, verspricht Trainer Brad Tapper vor dem ersten Spiel in Berlin (heute 19.30 Uhr, live bei Sport 1).

Vor allem auf Torwart Andreas Jenike als großen Rückhalt und auf die Sturm-Asse Joe Whitney und Casey Bailey, die in der Liga-Rangliste der Top-Scorer die Plätze eins und drei belegen, ruhen die Hoffnungen der Sauerländer auf einen Überraschungs-Coup in der Hauptstadt.

Nach dem Modus „Best of Three“

Und weil die Playoff-Spiele nach dem Modus „Best of Three“ ausgespielt werden, könnte dann im günstigsten Fall schon am Donnerstagabend in Iserlohn der Halbfinaleinzug perfekt gemacht werden. Ein erneutes Hupkonzert hätte dies aber nicht zur Folge – im Sauerland herrscht eine Ausgangssperre ab 21 Uhr.

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Redaktion Schwerte
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Michael Doetsch
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