Eine WM mit Schwerter Beteiligung: Jannemien Panzlaff setzt das Glanzlicht

Redakteur
Jannemien Panzlaff war mit ihrem achten Platz der U23-Canadier-Konkurrenz bei der Weltmeisterschaft in Ivrea sehr zufrieden. © Philipp Reichenbach
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Mit vier Aktiven bei der U23- und Junioren-Weltmeisterschaft vertreten zu sein, ist ein eindeutiges Indiz für die gute Arbeit, die beim Kanu- und Surf-Verein Schwerte (KVS) geleistet wird. So richtig glücklich war nach den Titelkämpfen, die am Sonntag im norditalienischen Ivrea zu Ende gingen, aber nur eine Athletin dieses KVS-Quartetts.

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„Ich bin mega-zufrieden. Platz acht in meiner Altersklasse bei einer Weltmeisterschaft – das ist wesentlich mehr, als ich mir erhofft hatte“, lautete das WM-Fazit von Jannemien Panzlaff. Nachdem sie sich in der Qualifikation fürs Halbfinale noch schwer getan hatte und erst im zweiten Lauf den Sprung unter die besten 30 C1-Fahrerinnen der Altersklasse U23 schaffte, legte die 20-jährige Canadier-Fahrerin im Halbfinale am Samstagmorgen einen starken Null-Fehler-Lauf hin.

Jannemien Panzlaff: „Das war auch von der Fahrweise sehr gut“

„Das war auch von der Fahrweise sehr gut“, analysierte Panzlaff den Lauf, mit dem sie sich als Zehnte und einzige Deutsche fürs Finale qualifizierte – eine Punktlandung. Mit dieser Finalteilnahme hatte Panzlaff ihr persönliches Ziel für diese WM erreicht – vielleicht auch deshalb war der Finallauf am Samstagmittag dann nicht mehr ganz so gut. „Konzentration und Anspannung waren ein bisschen weg. Aber ich bin befreit runtergefahren“, beschrieb die Schwerterin ihr abschließendes Rennen, in dem sie sich wegen zwei Torstabberührungen vier Strafsekunden einhandelte. Von der Platzierung her, machte Panzlaff aber sogar noch zwei Plätze gut und beendete die Titelkämpfe von Ivrea auf dem achten Platz. „Das ist eine schöne Bestätigung, dass ich vorne mit dabei bin“, bilanzierte Jannemien Panzlaff abschließend.

Ein verkorkster Halbfinallauf verhinderte Zoe Jakobs Finalteilnahme. © Philipp Reichenbach

Auch Zoe Jakob (21) hatte das Erreichen des Finales dieser U23-Konkurrenz als klares Ziel für die WM im Visier. Doch nach ihrem souveränen „Quali“-Lauf am Mittwoch folgte für Jakob ein verkorkstes Halbfinale. Ein verpasstes Tor und drei Berührungen sorgten für satte 56 Strafsekunden – eine vordere Platzierung war somit nicht möglich. Unter dem Strich stand der 28. Platz – das hatte sich Zoe Jakob ganz sicher anders vorgestellt.

Jonas Büchner war in Ivrea nicht vom Glück verfolgt. © Kanu- und Surf-Verein Schwerte

Und auch Jonas Büchner konnte unter dem Strich nicht zufrieden sein – zumindest nicht mit seiner Platzierung. Der 18-jährige Kajakfahrer des KVS hatte sich in der Junioren-Konkurrenz ebenfalls das Erreichen des Finales der Top Ten zum Ziel gesetzt – und schien gerade nach seinem überzeugenden „Quali“-Lauf am Donnerstag (Platz vier von 78 Startern) auch berechtigte Hoffnungen machen zu dürfen, dieses Ziel zu erreichen.

Jonas Büchner war in Ivrea nicht vom Glück verfolgt

Doch Büchner war nicht vom Glück verfolgt und verpasste den Endlauf denkbar knapp. Zwei Strafsekunden wegen einer Torstabberührung kurz vor dem Ziel bedeuteten Platz elf für den Schwerter, der das Finale letztlich um den Wimpernschlag von 61 Hundertstelsekunden verpasste – eine ganz bittere Pille für den Schwerter Youngster, der anschließend meinte: „Der Lauf war kurz vor dem Ende brutal gut – mit einer Zeit, mit der ich auch ins U23-Finale gekommen wäre. Hätte ich nicht unten den Fehler gehabt, wäre der Lauf mega-mega-gut gewesen. Aber er ist nun mal passiert.“

Kein Erfolgserlebnis für Jonas Büchner und Tillmann Röller

Auch das abschließende x-treme-Rennen, für das Büchner sich in der Juniorenkonkurrenz ebenfalls qualifiziert hatte, brachte ihm kein Erfolgserlebnis. Büchner schied schon im Zeitlauf aus und konnte sich somit nicht für einen der acht sogenannten Heats qualifizieren, in denen jeweils vier Kanuten im direkten Duell ums Weiterkommen paddeln. Und auch Tillmann Röller erging es in der U23-Konkurrenz nicht besser. Denn auch für Röller war mit dem Zeitlauf schon Endstation. „Es lief gar nichts. Und ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, was ich dazu sagen soll. Ich bin schon nach dem Zeitlauf ausgeschieden – und das nicht mal knapp, sondern deutlich“, stellte der 21-Jährige enttäuscht fest.