Die Iserlohn Roosters, hier mit (v.li.) Philip Riefers, Alex Grenier, Casey Bailey und Joe Whitney, stehen in der Playoff-Runde der deutschen Eishockey-Liga. © Jonas Brockmann/Iserlohn Rooster
Eishockey

Das Sauerland steht Kopf: Fans der Iserlohn Roosters feiern Playoff-Einzug mit Hupkonzert

Live konnten sie nicht dabei sein, doch vor der Eissporthalle am Seilersee feierten die Anhänger der Iserlohn Roosters den Einzug ihrer Mannschaft in die Playoff-Runde.

Wenn die Fans der Iserlohn Roosters die Mannschaft und das Trainerteam nach dem Heimspiel gegen den ERC Ingolstadt auf dem Parkplatz vor der Eissporthalle am Seilersee mit einem lauten und langen Hupkonzert feiern und sich Christian Hommel, Co-Trainer und Sportlicher Leiter, ungläubig an den Kopf fasst beim Gang vor die Halle, muss etwas Besonderes passiert sein.

Und es ist etwas Besonderes passiert: Die Roosters sind nach einem 3:0-Heimsieg gegen Ingolstadt und der gleichzeitigen 1:6-Pleite der Düsseldorfer EG in München als Vierter der Nordgruppe und bester NRW-Verein ins Playoff-Viertelfinale in der Deutschen Eishockey Liga (Penny-DEL) eingezogen.

Iserlohn Roosters drücken aufs Gaspedal

Von Beginn drückten die Iserlohner aufs Gaspedal und erspielten sich gute Tormöglichkeiten, von denen Joel Lowry nach sieben Minuten eine zur 1:0-Führung verwertete. Im zweiten Drittel war dann die Paradereihe in Überzahl erfolgreich: Alex Grenier passte zu Whitney, dieser bediente Casey Bailey – 2:0 (26.). Erneut Bailey schaffte das vorentscheidende 3:0 (33.).

Den Ingolstädtern gelang bis zum Schluss kein Treffer, weil sie mehrfach am Pfosten scheiterten und Iserlohns Goalie Andy Jenike dank starker Paraden den dritten Shutout (Spiel ohne Gegentor) feiern durfte. Nachdem die Schlusssirene ertönte, feierten die Roosters auf dem Eis und die Fans vor der Halle den Playoff-Einzug.

Trainer Tapper: „Glücklich für die Fans und die Stadt“

„Ich wollte das Ergebnis aus München nicht wissen, denn der Fokus lag auf unserem Spiel. 30 Sekunden vor Ende habe ich Christian Hommel gefragt und er meinte, dass Düsseldorf 3:1 führt. Das wollte ich ihm nicht glauben und so war es dann auch nicht. Ich bin so glücklich für die Mannschaft, die Organisation, die Fans und die Stadt, dass wir die Playoffs erreicht haben“, meinte Coach Brad Tapper.

Und der Geschäftsführende Gesellschafter Wolfgang Brück sagte glücklich: „Ich kann mich mit dem Eishockey sehr gut identifizieren, was wir aktuell spielen. Deswegen freue ich mich, dass der Weg noch nicht zu Ende ist.“ Die Playoffs beginnen für die Iserlohner schon am Dienstag (20. April) mit dem ersten Spiel der „Best-of-Three“-Serie beim Spitzenreiter der Nord-Staffel, den Eisbären Berlin. Gespielt wird in der Hauptstadt um 19.30 Uhr (live bei Sport 1 und Magenta TV).

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