Am vergangenen Fußball-Wochenende mussten die Zuschauer ihren 2G-Nachweis vorzeigen. © dpa (Symbolbild)
Corona

2G-Kontrollen im Fußball: So verlief die Premiere in Schwerte

Schwertes Fußballvereine mussten am Sonntag zum ersten Mal die neuen 2G-Kontrollen umsetzen. Es gab Vorfälle, aber auch ein Lob für Schwertes Fußballer und Fans.

Gute Nachrichten in Sachen 2G-Kontrollen. Seit Mittwoch der vergangenen Woche gelten die strengeren Corona-Regeln auch im Amateurfußball. Also mussten der ETuS/DJK Schwerte, der VfL Schwerte und der VfB Westhofen bei ihren Heimspielen kontrollieren. Wir hörten uns um, wie es vor Ort gelaufen ist.

Zwei Vorfälle bei ETuS/DJK Schwerte

Bernd-Friedrich Kern, der Kassierer des ETuS/DJK Schwerte, durfte aufatmen. In beiden Spielen, also in der Partie der Ersten gegen Westfalia Wethmar und im Spiel der Zweiten gegen den VfL Schwerte III, hatte es insgesamt nur zwei Vorfälle gegeben. Alles aber harmlos, das waren keine Impfgegner, so Kern: „In einem Fall handelte es sich um einen Spieler aus Wethmar, der abgewiesen wurde, im anderen Fall um einen Zuschauer.“

Die Lösung gestaltete sich aber denkbar einfach. Der Spieler aus Wethmar ging zum Auto zurück und lud sich seinen Impf-Nachweis aufs Handy runter und stieß mit 15 Minuten Verspätung zu seiner Mannschaft. Und der Fan setzte sich auf seinen Motorroller, fuhr nach Hause und zeigte anschließend seinen Impfausweis. Das sei in beiden Fällen mehr Schusseligkeit als Absicht gewesen, so Kern.

Insgesamt hatte sich der ETuS/DJK gewissenhaft auf die neue Situation und mit viel Aufwand vorbereitet. Für beide Spiele wurden neben Kassierer Kern weitere vier Vereinsmitglieder (darunter auch der Vorsitzende Ralf Tönnies) zur Kontrolle eingesetzt, am Einlass gab’s große Aushänge mit den neuen Regeln. „Insgesamt hat es bei den Spielern als auch bei den Zuschauern großes Verständnis gegeben, alles lief problemlos“, so Kern.

Beim VfL Schwerte, der die U23 des Oberligisten ASC 09 Dortmund zu Gast hatte und mit einem 3:3 die Partie beendete, das gleiche Bild wie im Schwerter Osten. Geschäftsführer Frank Samson hatte vorsorglich die Auto-Zufahrt sperren lassen. „So hatten wir nur einen Eingang, den wir mit zwei zusätzlichen Vereinskameraden kontrollieren konnten.“

Zwar gab’s das ein oder andere Kopfschütteln über die Corona-Maßnahme im Allgemeinen, aber insgesamt lief es auch beim VfL in ruhigen Bahnen. Zwei Vorfälle notierte Frank Samson: „Ein Zuschauer hatte die falsche Jacke an, er ist nach Hause gefahren und hat den Impfausweis geholt. Ein anderer hatte erst seine erste Impfung erhalten. Den durften wir leider nicht ins Stadion lassen.“

Vorbildlicher Ablauf beim VfB Westhofen: Auch der Gegner spielt mit

Fast schon vorbildlich verlief es beim VfB Westhofen. „Das war fast perfekt“, so VfB-Präsident Jürgen Rump: „Das Spiel war richtig gut, das Ergebnis stimmte mit 6:0, die 2G-Regeln wurden eingehalten. Nur das Wetter stimmte nicht.“ Es sei total entspannt gewesen, man habe nur einen Eingang mit den entsprechenden Hinweisschildern und bevor die Fans das Geld auf den Kassentisch gelegt hätten, hätten sie ihren Impf-Nachweis vorgezeigt, so der VfB-Chef.

Dabei hatten sich die Westhofener auf alle Eventualitäten vorbereitet, auf mögliche Fragen. „Wir haben uns echt einen Kopf gemacht“, sagte der Vorsitzender: Auch bei den Spielern sei alles ok gewesen. Rump: „Von unseren Akteuren wussten wir, dass alle geimpft sind und die Hörder haben uns im Vorfeld alle Dokumente zugeschickt.“

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Ein waschechter Dortmunder, Jahrgang 1957. Vor dem Journalismus lange Jahre Radprofi, danach fast 30 Jahre lang Redakteur bei Dortmunder Tageszeitungen, seit 2015 bei den Ruhr Nachrichten, natürlich im Sport.
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