Wie Peter Knäbel die Schalker Knappenschmiede aufgestellt sieht

Schalke 04

Auch die Knappenschmiede stand wegen der Corona-Krise vor ungewöhnlich großen Herausforderungen. Peter Knäbel, Technischer Direktor der Knappenschmiede, zieht auf der S04-Homepage Bilanz.

Gelsenkirchen

17.07.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Peter Knäbel hat mit der Schalker Knappenschmiede noch viel vor.

Peter Knäbel hat mit der Schalker Knappenschmiede noch viel vor. © dpa

Die Hauptaufgabe der Schalker Knappenschmiede ist es, Spieler so auszubilden, damit sie den Sprung in den Profikader schaffen. Das hat in der vergangenen Saison funktioniert – mit Can Bozdogan und Malick Thiaw (beide U19) sowie Timo Becker und Jonas Hofmann (beide aus der U23) gaben gleich vier Spieler aus dem eigenen Nachwuchs ihr Bundesliga-Debüt.

„Die Quote ist gut. Wir haben das erfüllt, was von uns verlangt wird: Talente auszubilden, die im Spiel- und Trainingsbetrieb der ersten Mannschaft nicht abfallen und trotz höherer Belastung Leistung bringen. „Aber es geht immer noch ein bisschen besser. Wir wollen weiter an der Qualitätsschraube drehen,“ betont Knäbel.

Verkauf junger Talente

Wobei Knäbel die Anzahl an Debütanten auch auf die großen Verletzungsprobleme der Königsblauen zurückführt. Dennoch betont der 53-Jährige: „In diesen sportlich schwierigen Zeiten ist es für junge Spieler schwer sich durchzusetzen und dem Druck stand zu halten. Das haben alle vier Jungs gut gemeistert und sich im Profi-Kader behauptet“.

Neben Youngstern, die den Sprung zu den Profis schaffen, sieht der Ex-Profi noch einen weiteren Aspekt, der „enorm wichtig für die Knappenschmiede und den Gesamtverein“ sei: Der Verkauf junger Talente. „Beispielsweise war der Transfer von Lennart Czyborra ein wichtiger Schritt und eine gute Einnahmequelle.“

Der 21-Jährige hatte Schalke im Sommer 2018 verlassen und war über den niederländischen Klub Heracles Almelo im Winter diesen Jahres zu Atalanta Bergamo in die Serie A gewechselt.

Spielzeit des Übergangs

Ansonsten bewertet Knäbel die Saison 2019/2020 als „eine Spielzeit der Innovationen und des Übergangs“. Es seien „vor allem im Grundlagenbereich viele gute Dinge angestoßen und erfolgreich umgesetzt. Es wurden Aspekte wie Spielform, Spielzeit, Kadergröße und Anfahrtsdistanzen analysiert und entsprechende Änderungen vorgenommen. Das neue Konzept kommt sehr gut an“, so Knäbel.

Für die restlichen Monate des Jahres 2020 gibt der 53-Jährige die Direktive aus, „besser sein und besser werden“. Es gelte auch mutig zu sein. Knäbel: „Wir müssen uns trauen, anders zu sein, um uns von der Masse abzuheben. Das soll aber nicht mit Gewalt, sondern aus Überzeugung passieren. Auch werden wir im Scouting noch mal verstärkt auf Regionalität achten. Wir wollen langfristig eine gezielte Scouting-Strategie verfolgen“.

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