20 Spieler hat Schalke-Trainer David Wagner in der laufenden Bundesligasaison bisher eingesetzt. Sieben spielten aus unterschiedlichen Gründen noch keine Minute.

Gelsenkirchen

, 13.11.2019, 18:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bei drei von ihnen verwundert das nicht. Alexander Nübel ist die unumstrittene Nummer eins im Schalker Tor. Deshalb dürften die Nummer zwei und drei, Markus Schubert und Michael Langer, nur in Pflichtspielen zum Einsatz kommen, sollte sich Nübel verletzen oder in eine veritable Formkrise schlittern.



Schubert sammelt immerhin etwas Spielpraxis durch regelmäßige Einsätze in der deutschen U21-Nationalmannschaft. Sollte sich Nübel entscheiden, Schalke am Saisonende zu verlassen, könnten sich die Einsatzchancen von Schubert stark verbessern. Der 21-Jährige gilt als großes Talent, dessen Verpflichtung in diesem Sommer von Schalke auch unter perspektivischen Gesichtspunkten erfolgte.

Michael Langer weiß um seine Rolle in der Torhüter-Hierarchie. Der Routinier ist auch ohne Einsätze ein wichtiger Faktor, weil er aufgrund seiner Erfahrung Nübel und Schubert wichtige Tipps geben kann.


Bentaleb spielt keine Rolle


Nummer drei der Spieler, dessen Einsatzchancen äußerst gering sind, ist Nabil Bentaleb. Schalkes Vereinsführung hat mehrfach klargestellt, dass der Problem-Spieler in ihren Planungen keine Rolle mehr spielt. Nach seiner Verletzung befindet sich der Algerier im Aufbautraining beim Schalker Regionalligateam. Am liebsten wäre es den Königsblauen, wenn sie Bentaleb in der Winterpause verkaufen könnten. Werder Bremen zeigte im Sommer Interesse, doch dann kam die Verletzung des Mittelfeldspielers dazwischen und beendete die Transferpläne.



Sehr unglücklich verlief die Saison bisher für Nassim Boujellab. Nach sieben Bundesligaeinsätzen in der vergangenen Spielzeit wurde der Deutsch-Marokkaner mit einem Profi-Vertrag belohnt. Nach guter Vorbereitung machte dem 20-Jährigen jedoch zunächst eine Jochbeinverletzung einen dicken Strich durch die Rechnung.




Carls will weiter Gas geben


Als er wieder fit war, blieb Boujellab weiterhin außen vor und spielte in den Personalplänen von David Wagner keine Rolle. Teilweise schaffte der Mittelfeldspieler nicht mal den Sprung in den Kader. Und auch das Verletzungspech kehrte zurück. Wegen eines Muskelfaserrisses in der Wade muss Boujellab erneut eine Pause einlegen.



Auch bei Jonas Carls ist der sportliche Alltag eingekehrt. Seine Bundesliga-Premiere gegen Hoffenheim in der vergangenen Saison ist zwar bei ihm noch fest verankert, aber die Chance auf weitere Einsätze hat er bisher noch nicht bekommen. Davon lässt sich der 22-Jährige Linksverteidiger jedoch nicht entmutigen. „Ich werde weiter Gas geben“, kündigte er kürzlich im Interview mit dieser Zeitung an.



Skrzybski ist frustriert


Auch noch ohne eine Bundesligaminute in dieser Spielzeit ist der ausgeliehene Juan Miranda. Der junge Spanier soll langsam an das Bundesliganiveau herangeführt werden und auf der linken Abwehrseite dem Routinier Bastian Oczipka Konkurrenz machen. Dieses Vorhaben liegt zurzeit aber in weiter Ferne. Denn einerseits spielt Oczipka bisher eine ordentliche Saison, andererseits ist Juan Miranda durch eine Adduktorenverletzung ein Stück weit zurückgeworfen worden. Momentan kann er nur Lauftraining absolvieren.



Eine große Enttäuschung ist der bisherige Saisonverlauf bisher für Steven Skrzybski. Als dem Stürmer im DFB-Pokalspiel bei Drochtersen/Assel das erste Pflichtspieltor der neuen Saison für die Königsblauen gelang, war seine sportliche Welt noch in Ordnung. Doch danach rückte der 26-Jährige in die zweite oder sogar dritte Reihe der Schalker Stürmer.



Nichts deutet darauf hin, dass sich an diesem für Skrzybski unbefriedigendem Zustand kurzfristig etwas ändern wird. Deshalb ist es nicht ausgeschlossen, dass sich der gebürtige Berliner in der Winterpause Gedanken über seine sportliche Zukunft machen könnte.

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