Warum Uth gegen Schalke auf der Tribüne sitzt

Schalke 04

Der in der Winterpause zum 1. FC Köln ausgeliehene Mark Uth hat in der Domstadt sportlich voll eingeschlagen. Doch gegen Schalke sitzt er am Samstag auf der Tribüne.

Gelsenkirchen

, 28.02.2020, 06:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hat in Köln sportlich voll eingeschlagen: Mark Uth (Mitte).

Hat in Köln sportlich voll eingeschlagen: Mark Uth (Mitte). © dpa

Mit drei Toren und zwei Vorlagen hat der 28-Jährige wesentlich mit dafür gesorgt, dass die Kölner mittlerweile sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz haben. Doch wenn Schalke am Samstagabend (18.30 Uhr / Sky) in Köln zu Gast ist, muss sich Uth die Partie von der Tribüne aus ansehen. Darauf haben sich beide Vereine vor dem Abschluss des Leihgeschäfts geeinigt.


Was Uth ein bisschen ärgert, wie er im Gespräch mit Sport1 zugab. „Gerade gegen die alten Jungs hätte ich mich sehr gefreut zu spielen. Aber die Klausel ist eben drin, es ist wie es ist.“

Schneider hat kein schlechtes Gewissen


Fakt ist aber auch, dass Schalke den Kölnern in finanzieller Hinsicht bei der Ausleihe von Uth sehr entgegengekommen ist. „Wir hatten eine einzige Bedingung: Dass er nicht gegen uns spielt. Wir spielen in Köln und man hat im Fußball schon alles erlebt“, betonte Jochen Schneider aus leidvoller eigener Erfahrung. Denn als er 2006 für den VfB Stuttgart tätig war, stimmte er einer Leihe von Marco Caligiuri zum MSV Duisburg zu. Als der VfB zum Bundesligaspiel in Duisburg antrat, verloren die Schwaben prompt mit 0:1 - ausgerechnet durch ein Tor von Marco Caligiuri.


Der Schalker Sportvorstand hat sich nach eigener Aussage unmittelbar vor dem Transfer-Abschluss extra noch einmal beim Geschäftsführer des 1. FC Köln, Alexander Wehrle, versichert, ob alle Parteien mit dem Deal zufrieden seien. Schneider: „Es war alles wunderbar. Also habe ich kein schlechtes Gewissen. Köln hätte auch sagen können, dass es nicht dem Wettbewerbscharakter entspricht oder nichts mit Fair Play zu tun hat. Dann hätten wir es lassen und der FC einen Spieler holen können, der gegen Schalke spielen darf. Das wäre alles legitim gewesen“.

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