Warum Naldo und Rudy so oft auf der Bank sitzen

Schalke 04

Über zwei Spieler wird an den Stammtischen besonders intensiv diskutiert. Naldo und Sebastian Rudy sind in aller Munde, weil sie oft auf der Ersatzbank sitzen. Tedesco nennt die Gründe.

Gelsenkirchen

, 23.11.2018, 18:16 Uhr / Lesedauer: 2 min
Warum Naldo und Rudy so oft auf der Bank sitzen

Nachdenklicher Blick: Naldo ist beim FC Schalke 04 oft nur noch Bankdrücker. © dpa

Naldo kam in den vergangenen drei Ligapartien überhaupt nicht zum Einsatz. Rudy spielte in den letzten sieben Bundesliga-Begegnungen ganze 18 Minuten.

Trainer Domenico Tedesco verliert über beide Spieler kein einziges schlechtes Wort.

Dass Naldo momentan nur Ersatz ist, begründet der Schalker Coach mit den Leistungen seiner Konkurrenten in der Dreierkette. „Benjamin Stambouli, Salif Sané und Matija Nastasic haben es zuletzt sehr gut gemacht“, betonte der 33-Jährige, was so viel bedeutet wie, er habe keine Veranlassung gesehen, in der Dreierkette zu wechseln.

„Eine herausragende Persönlichkeit“

In Stein gemeißelt ist diese Entscheidung jedoch nicht. Tedesco machte Naldo Mut. „Wir haben vier Spieler für drei Positionen. Naldos Zeit wird kommen“, so der Schalker Trainer, der dem Routinier eine hochprofessionelle Einstellung attestiert. „Wir haben viele Gespräche geführt. Naldo ist auf und neben dem Platz eine herausragende Persönlichkeit“, betonte Tedesco.

Bei Sebastian Rudy liegen die Dinge ein bisschen anders. Ob ein Spieler bei ihm in der Startelf stehe, hänge von mehreren Faktoren ab. Tedesco: „Es ist eine Mischung. Wie fit ist ein Spieler? Wie frisch ist er und in welcher Lage ist er, uns etwas im Spiel und im Training zu geben?“

„Sehr wertvoller Spieler“

Der Schalker Trainer ist überzeugt davon, dass Sebastian Rudy noch die erhoffte Verstärkung für Schalke wird. „Er ist ein sehr wertvoller Spieler. Das wird er in den nächsten Wochen unter Beweis stellen“, glaubt Tedesco.

Dabei muss sich Rudy noch steigern, denn sein Konkurrent im defensiven Mittelfeld, Nabil Bentaleb, erhielt von Tedesco viel Lob. Bentaleb habe es auf der Sechser-Position zuletzt „super gemacht“.

Andere Spielweise noch nicht verinnerlicht

Warum Rudy auf Schalke bisher so blass geblieben ist, führen seine Kritiker auch darauf zurück, dass er sein Spiel noch nicht umgestellt habe. Beim FC Bayern habe der Ballbesitzfußball Priorität. Mit der dominanten Münchner Spielweise sei es Rudy nicht mehr gewohnt, das schnelle Umschaltspiel, wie es Tedesco sehen wolle, in die Praxis umzusetzen. Als Nationalspieler sollte Rudy jedoch in der Lage sein, schnell zu lernen

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