Trotz Schalker Tor-Armut: „King Kono“ spielt auch unter Trainer Stevens nur Nebenrolle

Schalke 04

Auch gegen die offensivstarken „Ballermänner“ aus Hoffenheim ist für Yevhen Konoplyanka kein Platz in der Schalker Start-Elf reserviert. Nur in elf von 44 Pflichtspielen von Beginn an dabei.

Gelsenkirchen

von Norbert Neubaum

, 19.04.2019 / Lesedauer: 3 min
Trotz Schalker Tor-Armut: „King Kono“ spielt auch unter Trainer Stevens nur Nebenrolle

In dieser Szene steht es ihm ins Gesicht geschrieben: Es lief auf Schalke schon mal besser für Yevhen Konoplyanka. © dpa

„Klasse, Langer, prima!“ Das Lob von Huub Stevens für Ersatztorhüter Michael Langer nach einer feinen Parade ist über den ganzen Platz zu hören.

Nicht nur die wärmende Karfreitag-Sonne „streichelt“ die Schalker Spieler beim Abschlusstraining vor der Partie gegen Hoffenheim (Samstag, 20.30 Uhr), auch vom Chef gibt es Streichel-Einheiten – nachdem Huub Stevens im Anschluss ans Spiel in Nürnberg noch kräftig „geknurrt“ hatte.

„Tor-Schotten“ aus Schalke

Stevens gibt den Kommunikator, immer wieder geht er vor allem während des Aufwärmprogramms zu den Spielern und plaudert ein wenig mit ihnen. Besonders mit Breel Embolo und Yevhen Konoplyanka unterhält er sich angeregt. Vor allem der Ukrainer wird sich über Zuspruch freuen.

Denn wenn heute die „Ballermänner“ der Liga (Hoffenheim hat sich die meisten Torchancen aller Bundesligisten erspielt und mit 60 Treffern hinter den Bayern und dem BVB die drittmeisten Tore erzielt) bei den Schalker „Tor-Schotten“ (30 Tore in 29 Spielen) antreten, ist für den vom Boulevard einst „King Kono“ getauften Konoplyanka nicht automatisch ein Platz in der Schalker Start-Elf reserviert.

Von Sturm-Not nicht profitiert

Genau genommen war er das in dieser Saison ohnehin relativ selten. Obwohl Sturm-Konkurrenten wie Guido Burgstaller, Mark Uth und Breel Embolo entweder verletzt oder außer Form waren, stand Konoplyanka in den bisherigen 41 Schalker Pflicht-Spielen dieser Saison nur elf Mal in der Start-Elf. Parallel dazu zeigte er in der Nationalmannschaft der Ukraine oft gute Leistungen.

Warum er nun auch unter Huub Stevens kaum zum Zuge kommt, beantwortet der S04-Coach nur vage mit „taktischen Gründen“. Im Klartext heißt das wohl auch, dass Konoplyanka das für eine Offensivkraft heutzutage immer wichtiger werdende „Spiel gegen den Ball“ zu sehr vernachlässigt.

Trainingsbesuch von Uth

Dazu kommen auch Abstimmungsprobleme mit den Kollegen: Vor dem Tor zum Bremer 1:0 im Pokal-Viertelfinale spielte Bastian Oczipka „Kono“ kurz an, der war aber schon längst im Sprint auf dem Weg nach vorn. Ein fatales Missverständnis, das ihm im Kampf um einen Stammplatz natürlich keine Pluspunkte einbringt.

Von einem Stammplatz ist auch Ahmed Kutucu derzeit ein Stück weit entfernt: Abitur-Stress! Immerhin meldete sich gestern beim Abschlusstraining Mark Uth zurück. Der verletzte S04-Stürmer besuchte seine Kollegen – allerdings auf Gehhilfen.

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