Tedesco setzt auch weiterhin auf Schalke-Keeper Ralf Fährmann

Schalke 04

In Augsburg und gegen Leverkusen patzte Torwart Ralf Fährmann und verschuldete jeweils ein Gegentor. Dennoch hält sein Trainer an ihm fest - das sind die Gründe.

Gelsenkirchen

, 22.12.2018 / Lesedauer: 2 min
Tedesco setzt auch weiterhin auf Schalke-Keeper Ralf Fährmann

Klare Hierarchie: Ralf Fährmann (l.) und Schalkes „Nummer zwei“ Alexander Nübel. © imago

In der vergangenen Saison war er Schalkes Rückhalt; als Bundestrainer Joachim Löw im Frühjahr seinen WM-Kader bekannt gab, gab es nicht wenige Stimmen, die sich darüber mokierten, dass Ralf Fährmann nicht berücksichtigt wurde.



In dieser Saison scheint Schalkes Torhüter aber – wie viele seiner Mannschaftskollegen – in einem Tief zu stecken. In den letzten beiden Spielen gegen Augsburg und Leverkusen führten zwei Patzer von ihm zu – spielentscheidenden – Gegentoren.


„Ralf ist unser Kapitän, unsere Nummer eins“

Mangelnde Leistung sei auch ein Grund für Rotation, hatte Trainer Domenico Tedesco noch am Freitag gesagt – auf der Torwartposition wolle er aber keinen Tausch vornehmen, sagte er. „Ralf ist unser Kapitän, unsere Nummer eins“, so Tedesco. „Deswegen wird er auch in Stuttgart im Tor stehen.“


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Gut möglich, dass auch „politische“ Gründe für ein Festhalten an Fährmann sprechen: Die Versetzung auf die Bank wäre ein starker Affront gegen den erfahrenen Kapitän, Tedesco würde damit wohl auch Teile der Mannschaft gegen sich aufbringen. In der heiklen Situation, in der sich Schalke gerade befindet, noch eine weitere „Front“ zu eröffnen, wäre aus Sicht des Trainers vermutlich unklug.


Nübel hat seine Sache nicht schlecht gemacht

Dabei hat Schalke mit Alexander Nübel einen zweiten Torwart im Kader, der der Aufgabe Bundesliga durchaus gewachsen ist. Als Ralf Fährmann sich im Oktober eine Muskelverletzung im Adduktorenbereich zuzog und für mehrere Spiele ausfiel, vertrat Nübel ihn und machte seine Sache nicht schlecht – in der Champions League überstand der U21-Nationalkeeper sogar den „Hexenkessel“ von Istanbul.



Offenbar muss sich Alex Nübel weiterhin in Geduld üben. In der Winterpause soll allerdings alles auf den Prüfstand gestellt werden – vielleicht gehört die Torwartposition ja dann auch dazu.

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