Mitte der 90erJahre hat sich Jens Lehmann im Schalker Tor zur Nummer eins entwickelt. Aber eine leichte Verletzung verhilft Jörg Albracht zu zwei Einsätzen ohne Niederlage.

Gelsenkirchen

, 13.10.2020, 07:50 Uhr / Lesedauer: 1 min

Was lange währt, wird endlich gut. 32 Jahre muss Torwart Jörg Albracht auf diesen Moment warten. Am 13. Oktober 1995 ist es endlich so weit: Weil sich Schalkes Nummer eins Jens Lehmann verletzt, steht er zum ersten Mal in einem Bundesligaspiel zwischen den Pfosten.

Der gebürtige Solinger macht seine Sache gut, kassiert in zwei Spielen nur einen Gegentreffer, muss jedoch anschließend zurück ins zweite Glied. „Ich weiß, dass ich nur spiele, wenn der Jens sich verletzt. Aber ich versuche mitzuhelfen, damit er noch bessere Leistungen bringen und höhere Sphären anpeilen kann“, sagt Albracht damals vor 25 Jahren

Zwei Unentschieden mit Schalke

Seine Geduld wird im Herbst 1995 belohnt. Eine zweiwöchige Zwangspause für Lehmann bedeutet die Chance für Albracht. Immerhin: Beide Spiele gegen Kaiserslautern (1:1 am 13. Oktober) und in Leverkusen (0:0 am 20. Oktober) gehen nicht verloren.

Schalkes Co-Trainer Hubert Neu lobt hinterher: „Der Albi hat im Haberland-Stadion zu null gespielt. Das hat der Jens noch nicht geschafft.“ Nach der Erfüllung seines Traumes verlässt Albracht jedoch das Glück. Kleinere und größere Verletzungen werfen den Keeper immer wieder zurück. Albracht zieht daraus die Konsequenzen und beendet im Sommer 1996 seine Karriere.

Aber er bleibt dem Fußball treu und war Geschäftsführer der Vereinigung der Vertragsfußballspieler.

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