Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider vor seiner Rückkehr nach Leipzig

Schalke 04

Zurück an die alte Wirkungsstätte: Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider freut sich auf die Partie bei RB Leipzig.

Gelsenkirchen

, 25.09.2019, 18:48 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider vor seiner Rückkehr nach Leipzig

Auf Sportvorstand Jochen Schneider und die Schalker Mannschaft wartet in Leipzig eine reizvolle Aufgabe. © dpa

Dort wurde er am 12. Oktober 2015 Coordinator Sport Global Soccer der Red Bull GmbH. Von Juli 2017 bis Ende Februar 2019 war er unter dem Sportdirektor Ralf Rangnick Leiter Sport bei RB Leipzig. Dann kam Schalke-Boss Clemens Tönnies und machte Schneider eine neue Aufgabe schmackhaft, nämlich als Nachfolger von Christian Heidel als Sportvorstand zu arbeiten.



Für den zurückhaltenden Funktionär war das insbesondere in medialer Hinsicht eine neue Herausforderung, weil er zwar über große Erfahrung im Profifußball verfügt, aber lieber im Hintergrund arbeitet. So agierte der Funktionär viele Jahre beim VfB Stuttgart, wo er sich vom Praktikanten bis in die sportliche Leitung des Bundesligisten emporarbeitete, ohne von einer breiten Öffentlichkeit so richtig wahrgenommen zu werden.



Mehr Auftritte vor Mikrofonen



Nun hat sich das Anforderungsprofil für Schneider in einer Hinsicht fundamental gewandelt. Er muss viel öfter als ihm lieb ist auch vor die Mikrofone und die Journalisten treten, um seine Sicht der Dinge zu erläutern.



Dabei gibt sich der 49-Jährige eher zurückhaltend und jedes Wort genau abwägend. Trotz des guten Saisonstarts des FC Schalke 04 ist der Sportvorstand weit davon entfernt, nun in Euphorie zu verfallen. Es gehe darum, Schalke gute Perspektiven für die kommenden Wochen und Monate zu verschaffen. „Wenn wir jetzt erst drei oder vier Punkte auf dem Konto hätten, würden wir auch nicht unruhig werden“, versichert Schneider.




„Die spannendste Mannschaft der Bundesliga“


Beim Thema RB Leipzig wirkt er jedoch entspannt und spart nicht mit Lob für seinen früheren Arbeitgeber. „Das ist eine der spannendsten Mannschaften der Bundesliga. Es macht Spaß, ihnen zuzusehen“, so der Schwabe, dessen Handschrift bei der Zusammensetzung des aktuellen Leipziger Kaders auch noch eine wesentliche Rolle spielte.



Drei Mannschaften haben nach seiner Ansicht in der Bundesliga einen besonders guten Kader. Die Leipziger zählt Schneider zu diesem Trio, was auch noch Bayern München und Borussia Dortmund umfasst.



„Ein richtiges Kaliber“



Nun freut er sich auf Leipzig, „ein richtiges Kaliber“, was die Leistungsstärke der Mannschaft betrifft. „Daran wollen wir uns messen lassen“, so Schneider, der noch viele Kontakte in die Messestadt unterhält und die Entwicklung in Leipzig aufmerksam verfolgt.



Trainer David Wagner ist überzeugt davon, „dass der Jochen alles über Leipzig weiß. Er wird sicher den einen oder anderen Kommentar in der Kabine dazu loslassen. Da sind für ihn besondere Emotionen dabei.“



Orban warnt vor Schalke



RB-Kapitän Willi Orban lobte Schneider in einem Interview mit der Leipziger „Volkszeitung“: „Jochen Schneider macht auf Schalke einen guten Job und hat viele gute Entscheidungen getroffen.“



Nach drei Bundesliga-Siegen in Folge gegen Mannschaften, die nicht zu den Spitzenteams gezählt werden (Hertha BSC, Paderborn und Mainz), ist Spitzenreiter RB Leipzig für die Königsblauen eine ganz andere Hausnummer. Diese 90 Minuten sind ein Gradmesser, der zeigen wird, wie weit die Schalker Elf auf dem Weg zur Stabilisierung ist. Jochen Schneider würde es bestimmt freuen, wenn der Erfolgskurs auch an seiner alten Wirkungsstätte fortgesetzt wird.

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