Schalke 04 wird lange auf die verletzten Breel Embolo und Mark Uth verzichten müssen. Trainer Domenico muss im Angriff nun bis zur Winterpause improvisieren.

Gelsenkirchen

, 13.11.2018, 19:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer soll jetzt für den FC Schalke 04 die Tore schießen? Von den bisher erzielten acht Treffern gingen drei auf das Konto von Embolo (2) und Uth (1). Für Letztgenannten ist die lange Zwangspause wegen eines Muskelfaserrisses sowie einer Sehnenverletzung im hinteren linken Oberschenkel besonders ernüchternd.

„Eine Verletzung ist immer bitter, aber zum aktuellen Zeitpunkt für mich gleich doppelt. Ich hatte mich sehr auf die beiden Spiele jetzt mit dem DFB-Team und die kommenden Aufgaben mit Schalke gefreut“, twitterte Uth.

Embolo will noch in diesem Jahr wieder spielen

Embolo wird wegen seines Mittelfußbruches auch mehrere Wochen ausfallen. Der Schweizer Nationalspieler gab sich jedoch kämpferisch. Auf der Homepage seines Verbandes sagte Embolo: „Es ist einfach schade, dass es mich zu einem Zeitpunkt erwischt, der fürs Team so wichtig ist. Ich entschuldige mich bei den Jungs, und wer mich kennt, weiß, dass ich alles daransetzen, noch in diesem Jahr wieder aufzulaufen. Ich will stärker denn je zurückkehren und im Klub zeigen, dass die Nationalmannschaft in der Euro-Qualifikation wieder auf mich zählen kann.“

Ob dieser Wunsch in Erfüllung geht, wird man abwarten müssen. Tedesco ist dafür bekannt, dass er kein Risiko bei Verletzungen eingeht.

Vor über 50 Jahren im Angriff noch harmloser

Priorität hat für den Schalker Trainer nun erst einmal, sich für den ohnehin schwächelnden Angriff etwas einfallen lassen. Nur in der Saison 1967/68, also vor über 50 Jahren, waren die Schalker noch harmloser, als sie in den ersten elf Partien nur sieben Tore erzielten.

Für das Freundschaftsspiel am Sonntag in St. Petersburg kündigte Schalkes Trainer bereits an, einige Spieler aus der eigenen Oberliga-Mannschaft sowie A-Jugend mitzunehmen.

Di Santo stand zuletzt nicht mehr im Kader

Aus seinem eigenen Kader bleibt neben dem nun wohl gesetzten Guido Burgstaller nur noch Franco Di Santo und Steven Skrzybski für das Sturmzentrum übrig. Doch beiden Akteuren fehlt die Wettkampfpraxis. Di Santo hat seit dem 20. Oktober, als er bei der 0:2-Heimschlappe gegen Werder Bremen eingewechselt wurde, auf dem Spielfeld nicht mehr stattgefunden. Zuletzt stand der Argentinier nicht mal mehr im Kader der Königsblauen.

Das Verhältnis zu Tedesco gilt ohnehin als belastet, seit Di Santo im Heimspiel gegen die Bayern mit seiner Auswechslung nicht einverstanden war und sich mit Schalkes Trainer an der Seitenlinie stritt. Der Argentinier wurde daraufhin vereinsintern bestraft.

Steven Skrzybski wittert neue Chance

Sein Verhalten hatte er zuvor mit seinem „heißen Blut“ bezüglich seines Temperamentes begründet. Das Engagement für Schalke scheint jedoch mittlerweile ziemlich erkaltet zu sein. Als Schalke am Sonntag gerade mit 0:3 in Frankfurt verloren hatte, gab es Bilder von Di Santo in den sozialen Medien, wie er auf seiner Couch lag und sehnsüchtig auf ein Spiel der Boca Juniors wartete. Schalke schien ihn wenig zu interessieren.

Schalkes große Not im Sturm: Diese Optionen hat Tedesco

Könnte eine Option werden: Steven Skrzybski. © imago

Steven Skrzybski ist da etwas anders gestrickt. Der Neuzugang von Union Berlin ist seit Kindesbeinen Schalke-Fan. Allerdings musste er wegen einer Muskelverletzung viele Wochen pausieren und fühlt sich wohler auf den Außenbahnen. Dennoch scheint der 25-Jährige nun ein ernsthafter Kandidat für Einsätze zu sein. Nach dem Training am Montag gab es jedenfalls ein langes Vier-Augen-Gespräch mit Tedesco.