Schalker Sieg in Hannover kann Horst Heldt den Job kosten

Schalke 04

Nicht nur Schalke steht unter Erfolgsdruck, das gilt noch mehr für Gegner Hannover 96. Dort muss ein ehemaliger Schalke-Manager um seinen Job zittern.

Gelsenkirchen

, 30.03.2019 / Lesedauer: 3 min
Schalker Sieg in Hannover kann Horst Heldt den Job kosten

Der ehemalige Schalke-Manager Horst Heldt muss in Hannover um seinen Job bangen. © dpa

Mittlerweile hat das Wiedersehen mit Schalke 04 für Horst Heldt keinen Premierencharakter mehr. Auf Tagungen trifft er ohnehin regelmäßig Funktionäre des FC Schalke 04. Doch wenn die Königsblauen am Sonntag in Hannover auflaufen, könnte es für den 96-Manager dennoch denkwürdige 90 Minuten werden. Denn verlieren die Gastgeber, könnte das Horst Heldt den Job kosten.

Präsident Martin Kind hat jedenfalls ein klares Bekenntnis zum 49-Jährigen vermieden und sinngemäß verlauten lassen, dass man erst noch das Spiel gegen Schalke 04 abwarten und dann gegebenenfalls handeln wolle.

Kritik an Transfers

Heldt ist zu lange im Profigeschäft tätig, um nicht zu wissen, was das bedeutet. Kind wirft ihm vor allem eine verfehlte Transferpolitik vor. Um nicht noch mehr Öl ins Feuer zu gießen, will sich Heldt ganz auf die 90 Minuten am Sonntag konzentrieren. Öffentliche Kritik an Kind ist von ihm nicht zu hören.

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Schalke 04 ist für ihn in dieser krisenhaften Situation allenfalls ein Randthema. Der erfahrene Manager kann indes nachvollziehen, dass sich Schalke auf der Suche nach einem Nachfolger für Domenico Tedesco für Huub Stevens entschieden hat.

Angst in der Trainerkabine

„Huub steht für vieles, was Schalke ausmacht. Er ist ein Mensch, der seiner Linie immer treu geblieben ist, von ihm kann man viel lernen und mitnehmen. Wir hatten eine nette gemeinsame Zeit, aber es gab auch mal Momente, wo du als Manager Angst hattest, in die Trainerkabine zu gehen,“ sagte Heldt bei der Pressekonferenz der Hannoveraner am Donnerstag.

Als Stevens diese Sätze am Freitag hörte, musste er lächeln. „Was früher mal vorgefallen ist, bleibt intern. Egal, welcher Manager hier war, der hatte auch keine leichten Momente mit mir. Selbst bei Rudi Assauer war das manchmal so. Aber ich vergesse ganz schnell. Emotionen gehören zum Fußball dazu“, so der 65-Jährige, der in den vergangenen Tagen keinen Kontakt zu Heldt hatte.

Koffer packen am Sonntag?

Sollte es so kommen und Heldt müsse in Hannover seine Koffer packen, täte es Stevens leid, wie er glaubhaft versicherte. „Aber“, so der Schalke-Trainer, „so ist das Geschäft im Profifußball“. Am späten Sonntagnachmittag wird sich zeigen, wohin der Weg von Horst Heldt führen wird.

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