Schalke zwischen Optimismus und Realismus

Schalke 04

Vor dem Duell in Bremen am Samstag (15.30 Uhr) mahnt Schalke-Trainer David Wagner Demut und Bescheidenheit an. Einige seiner Spieler geben sich offensivr, was das Saisonziel betrifft.

Gelsenkirchen

, 22.11.2019, 18:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schalke zwischen Optimismus und Realismus

Matija Nastasic (r.) hat seine Achillessehnenreizung überwunden. © dpa

Obwohl fast ein Drittel der Bundesligasaison vorüber ist, fällt es gar nicht so leicht, den sportlichen Standort des FC Schalke 04 zu bestimmen. Selbst innerhalb des Klubs ist das Meinungsbild vor der Auswärtspartie bei Werder Bremen (Sa. 15.30 Uhr/Sky) keineswegs einheitlich. Es schwankt zwischen Optimismus und Realismus.



Während Spieler wie Benito Raman und Ozan Kabak recht offensiv die Qualifikation für die Champions League in dieser Saison für möglich halten und dies auch öffentlich äußerten, sieht Trainer David Wagner die Ausgangsposition als aktueller Tabellensiebter nicht ganz so optimistisch.


McKennie holt Schlaf nach


„Wir sind in einer Position, wo es zu den Champions-League-Plätzen, aber auch zu Rang zehn nur zwei Punkte sind. Da geht in beide Richtungen viel. Das ist ein positives Momentum. Aber wir dürfen nicht vergessen, wo wir herkommen. Da tut ein Stück Demut und Bescheidenheit gut. Nichtsdestotrotz haben wir alle die Ambition, das Beste aus dieser Saison herauszuholen“, betonte der 48-Jährige.

In längerfristiger Perspektive reicht es Wagner nicht nur, Spiele zu gewinnen. „Für mich ist es extrem wichtig, dass wir nicht nur Siege holen, sondern dass uns dies mit unserer Art des Fußballs überzeugend gelingt“, betonte der Schalker Coach.



In Bremen heißt es für Schalke, die größtenteils überzeugenden Auswärts-Auftritte in dieser Spielzeit fortzusetzen. Dabei wird Matija Nastasic sein Comeback feiern. Der serbische Nationalspieler war wegen einer Achillessehnenreizung einige Wochen ausgefallen. Wagner: „Er ist seit zehn Tagen komplett schmerzfrei. Das kam relativ schleichend und ist relativ schleichend gegangen. Wir gehen davon aus, dass es ausgestanden ist. Matija wird mit Ozan Kabak in der Innenverteidigung spielen“.


Nastasic steht vor dem Comeback


Erfreulich auch für den Schalker Trainer, dass alle Nationalspieler gesund von ihren Länderspielen zurückkehrten. Allerdings trafen Weston McKennie und Ahmed Kutucu erst so spät am frühen Donnerstagmorgen ein, dass Wagner ihnen einen freien Tag spendierte, damit beide Schlaf nachholen können. Aufgrund der anstrengenden Länderspielreise ist nicht damit zu rechnen, dass Kutucu und McKennie in der Startformation in Bremen stehen werden.



Dass die Bremer seit sieben Spielen in Folge ohne Sieg sind, hält Wagner nicht davon ab, den Gegner zu loben. „Bremen hat eine hohe Qualität, das ist unbestritten. Natürlich haben sie auch ein paar Schwierigkeiten, dass ist nicht von der Hand zu weisen. Aber in Bremen ist es immer sehr heiß und schwer zu bestehen“, warnt der 48-Jährige.

Neue Erfahrung für Kohfeldt



Für seinen Trainer-Kollegen Florian Kohfeldt ist die aktuelle sportliche Krise seines Vereins eine neue Erfahrung. „Für mich persönlich ist es zum ersten Mal eine Phase, in der es nicht nur bergauf geht“, sagte der 37-Jährige in einem Sky-Interview. „Aber ich bin Bundesliga-Trainer geworden. Es wäre arrogant zu sagen: So etwas passiert mir nicht. Das kann jedem Trainer passieren. Das wird jedem Trainer passieren.“



Die Bremer haben als Tabellen-Vierzehnter nur zwei ihrer elf Saisonspiele gewonnen. Daran soll sich aus Schalker Sicht nach zwölf Partien nichts ändern.

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