Schalke wechselt den Sicherheitsdienst - so reagiert der Chef

Schalke 04

Ab der nächsten Saison ist nicht mehr Securitas, sondern die Firma Stölting für die Sicherheit rund um die Arena verantwortlich. Der Securitas-Chef reagierte mit einem ironischen Seitenhieb.

Gelsenkirchen

, 17.01.2020, 14:56 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schalke wechselt den Sicherheitsdienst - so reagiert der Chef

Die Firma Securitas ist aber kommenden Saison nicht mehr für die Schalker Sicherheit zuständig. © dpa

Diesen Seitenhieb konnte sich Dirk Dembach, Geschäftsführer der Sicherheitsfirma Securitas Sport & Event, dann doch nicht verkneifen. Sein Unternehmen, das seit sechs Jahren für die Sicherheit rund um die Veranstaltungen in der Veltins-Arena sorgt, ist ab der kommenden Saison nicht mehr im Boot: Bei der Ausschreibung für die kommende Saison konnte sich Securitas nicht durchsetzen.

„Nach allen Gesprächen, die wir in den letzten Monaten mit Schalke geführt haben, sind wir über diesen Entschluss nicht sehr überrascht und respektieren diesen selbstverständlich“, kommentierte Dembach. „Verstehen müssen wir die Entscheidung indes nicht.“ Ab Sommer 2020 werde das Unternehmen seinen „eingeschlagenen Weg dann auch ohne diesen Auftrag konsequent fortsetzen.“

Securitas-Chef äußert sein Unverständnis

Schalke-Fans dürfte diese Formulierung bekannt vorkommen: Mit nahezu exakt den gleichen Worten hatte Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider vor wenigen Wochen die Entscheidung von Torwart Alexander Nübel kommentiert, seinen Vertrag auf Schalke nicht zu verlängern.

Bei Dembach klingt reichlich Bitterkeit mit – und Unverständnis über die Entscheidung. Noch vor wenigen Wochen sei Securitas bei der Re-Zertifizierung noch in höchsten Tönen gelobt worden. „Besonders erwähnt wurde der Umgang mit dem Qualitätsmanagement des Ordnungsdienstes, die personelle Kontinuität und die intensiven Kontrollen am Gasteingang“, so der Geschäftsführer der Firma, die ihren Hauptsitz in Berlin hat.

Seit Beginn der Saison ist Stölting „Premium-Partner“

Ein neues Unternehmen, das die Nachfolge von Securitas antritt, ist auch schon gefunden – und wie Dembach in seinem Statement schon andeutete, ist der Name keine Überraschung. Ab dem 1. Juli 2020 übernimmt die Gelsenkirchener Stölting Service Group den Sicherheitsdienst.

Stölting war zu Beginn dieser Saison in die zweite Reihe der Schalke-Sponsoren aufgestiegen und darf sich seitdem „Premium-Partner“ nennen. Damit steht das Unternehmen auf einer Ebene mit Sponsoren wie DHL, Böklunder oder Coca-Cola, in der Sponsoren-Hierarchie sind nur noch die Hauptsponsoren Gazprom, Veltins und Umbro über den Premium-Partnern angesiedelt.

„Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört“

Vor diesem Hintergrund war zu erwarten gewesen, dass Schalke seine Zusammenarbeit mit Stölting vertieft, zumal der Bereich Sicherheit zum Portfolio von Stölting gehört.

Beim Gelsenkirchener Unternehmen zeigte man sich jedenfalls erwartungsgemäß sehr zufrieden über die neue Zusammenarbeit. „Als eines der bundesweit führenden Unternehmen in der Erbringung von Dienstleistungen in den Sparten Cleaning, Personal und Security – und mit Wurzeln in Gelsenkirchen – freuen wir uns sehr über die Entscheidung unseres Heimatvereins“, sagte Sebastian Mosbacher, Geschäftsführer der Stölting Service Group. „Jetzt wächst zusammen, was zusammengehört.“

Bislang seien rund 200 Mitarbeiter der Stölting Service Group in der Veltins-Arena tätig, erklärte das Unternehmen. Ab der neuen Saison werde die Gruppe das Personal auf gut 1.200 Mitarbeiter aufstocken. „Damit stärkt die Stölting Service Group weiter ihre Position als einer der größten Arbeitgeber im Ruhrgebiet“, so Mosbacher.

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