Schalke und die „Streichliste“: Steht Omar Mascarell schon wieder vor dem Abflug?

Schalke 04

Manager Christian Heidel, Clemens Tönnies und der vom Aufsichtsratschef ins Spiel gebrachte „Kaderplaner“: Die Diskussionen über die Transferpolitik der Königsblauen laufen heiß.

Gelsenkirchen

von Norbert Neubaum

, 13.12.2018, 18:23 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schalke und die „Streichliste“: Steht Omar Mascarell schon wieder vor dem Abflug?

Gelbe Karte: Omar Mascarell tut sich auf Schalke schwer. © dpa

Ob Christian Heidels klare Aussage zum von Clemens Tönnies ins Spiel gebrachten „Kaderplaner“ („Kein Bedarf“) das letzte Wort in dieser Angelegenheit war? Wohl nicht – das Thema wird mindestens bis zur Winterpause wohl nur noch schwer einzufangen sein.

Die Diskussionen über die Schalker Transferpolitik laufen jedenfalls heiß – die „Sport Bild“ veröffentlichte nun sogar eine Streichliste mit Kandidaten, die die Königsblauen möglichst rasch verlassen sollen – dabei ist eine echte Überraschung.

Denn auch Omar Mascarell soll demnach schon wieder vor dem Abflug stehen. Dabei war Mascarell erst zu Beginn dieser Saison von Real Madrid (Eintracht Frankfurt hatte ihn von den Spaniern ausgeliehen) verpflichtet worden – für die stattliche Ablösesumme von zehn Millionen Euro. Aber auf Schalke findet der Mittelfeldspieler so gut wie gar nicht statt – auch gegen Lokomotive Moskau konnte er seine Chance nicht nutzen.

Spieler, die plötzlich nicht mehr stattfinden

Mascarell wäre ein weiteres Beispiel dafür, dass Spieler auf Schalke einen Leistungsknick erleben. Weitere Beispiele finden sich auf der angeblichen „Streichliste“:

Johannes Geis: Als er 2015 aus Mainz kam, staunte die Liga über Schalke – angeblich hatten die Königsblauen sogar den BVB im Poker um den begehrten Geis ausgestochen. Nach gutem Beginn stellte man auf einmal fest, dass der Standard-Spezialist offenbar ein Tempoproblem hat. Seitdem spielt er keine Rolle mehr. Die Ablöse betrug ca. elf Millionen Euro. Darüber freute sich damals Christian Heidel – als Mainzer Manager ...

Franco Di Santo: Auch er ist Heidel nicht „anzulasten“, geholt hat ihn Horst Heldt 2015 für sechs Millionen Euro Ablöse. Die galten als Schnäppchen – Di Santo hatte bei Werder Bremen überzeugt, als er ging, wurde dort gefühlsmäßig halbmast geflaggt. Auf Schalke hat Di Santo „eigentlich nie geliefert“, wie es Olaf Thon neulich im „Doppelpass“ bei Sport1 beschrieb. Aktuell ist der Argentinier verletzt, generell maximal ein Mitläufer im Kader.


Breel Embolo: Für deutlich über 20 Millionen Euro vom FC Basel eingekauft – seine Verpflichtung präsentierte Schalke bei der JHV 2016 so, als habe der Klub gerade mindestens einen Ronaldo oder einen Messi für sich gewonnen.

Später hieß es dann, vor allem die Medien hätten eine viel zu hohe Erwartungshaltung an Embolo – dabei hatte Schalke selbst dafür gesorgt. Fakt ist: Nach einer schweren Verletzung ist Embolo nicht mehr nachhaltig in die Spur gekommen. Auch er soll auf der „Streichliste“ stehen.

Embolo wurde präsentiert wie ein Ronaldo

Genauso wie übrigens Yevhen Konoplyanka und Abdul Rahman Baba – er ist allerdings vom FC Chelsea „nur“ ausgeliehen. Gegen Moskau lieferte er jedenfalls kein Argument für eine Verpflichtung.

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