Schalke tritt nach 1:1 in Augsburg im Tabellenkeller auf der Stelle

Schalke 04

1:1 (1:0) endete das Spiel zwischen dem FC Augsburg und Schalke 04 - für S04 waren das eher zwei verlorene Punkte. Christian Heidel äußerte sich noch einmal zum Thema Kaderplaner.

von dpa, Frank Leszinski

Augsburg

, 15.12.2018, 18:13 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schalke tritt nach 1:1 in Augsburg im Tabellenkeller auf der Stelle

Am Ende nicht zufrieden: Nabil Bentaleb (l.) und Naldo. © imago

Die Schalker bleiben nach der bitteren Derby-Pleite gegen Borussia Dortmund und einer spielerisch enttäuschenden Vorstellung in der Tabelle immerhin vor den Fuggerstädtern, die nur eines der vergangenen 15 Bundesligaduelle gegen S04 gewannen.

Michael Gregoritsch (13. Minute) brachte die Gastgeber nach einer missglückten Faustabwehr von Torwart Ralf Fährmann in Führung. Es war das 300. Bundesligator der Augsburger, die zuvor viermal am Stück verloren hatten. Daniel Caliguiri (53.) glich vor 27.233 Zuschauern für die von Personalproblemen geplagten Schalker aus.

So beschreibt Christian Heidel sein Verhältnis zu Clemens Tönnies

Vor dem Spiel hatte Manager Christian Heidel noch einmal versucht, die Wogen in der Diskussion um einen Kaderplaner zu glätten. Heidel betonte das gute Verhältnis zwischen ihm und Schalke-Boss Clemens Tönnies. „Zwischen ihm und mir gibt es Nullkommanull Probleme“, sagte Heidel vor dem Spiel gegenüber dem Fernsehsender „Sky“.

Dennoch sehe er keinen Sinn darin, einen externen Berater, der einmal im Monat vorbeikommt, zu beschäftigen. Er ließe aber immer mit sich reden, wenn es darum ginge, Qualität zu Schalke 04 zu bringen. „Das haben wir ja auch in der Vergangenheit bewiesen. Wie das aussehen wird, ist ein ganz anderes Thema. Aber das werden wir intern besprechen und nicht in der Mixed Zone vor Journalisten“, so Heidel.

Schalke tritt nach 1:1 in Augsburg im Tabellenkeller auf der Stelle

Erneut im Blickpunkt: Schalke-Manager Christian Heidel. © imago

Doch dann wurde erst einmal Fußball gespielt. Mit Tempo und Dynamik spielten die Fuggerstädter nach vorne und ließen den Schalkern kaum Luft zum Atmen. Völlig verdient ging der FCA dann auch in Führung. Eine Flanke von Philipp Max faustete Keeper Fährmann in hohem Bogen auf den Kopf von Gregoritsch, der beim Augsburger Jubiläumstreffer locker einnickte. Es war der dritte Saisontreffer des Österreichers mit dem starken linken Fuß.

Schon nach einer Viertelstunde stellte Tedesco sein Team um

Die nach dem 1:0 in der Champions League gegen Lokomotive Moskau auf fünf Positionen veränderten Schalker präsentierten sich weit von einer Königsklassen-Form entfernt. Tedescos im Aufbau schlampiger Elf gelang im Vorwärtsgang im Grunde nichts.

Noch in der Anfangsphase stellte der Coach der Königsblauen um: Aus der ursprünglichen Dreierkette in der Verteidigung wurde eine Viererkette, Benjamin Stambouli rückte neben Nationalspieler Sebastian Rudy vor die Abwehr. Dafür spielte Suat Serdar als Zehner offensiver.

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Nachhaltige Impulse blieben dadurch erstmal aus. Doch die Augsburger agierten nicht mehr so druckvoll und ließen den Gegner wie so oft in den vergangenen Wochen wieder etwas besser ins Spiel kommen. Die Schalker, die auf ein halbes Dutzend Profis verzichten mussten, konnten allerdings wenige Minuten nach dem Wiederanpfiff ein starkes Signal setzen. Die Augsburger bekamen den Ball nach einer Flanke nicht weit genug aus der Gefahrenzone, Caligiuri erzielte mit einem Schuss von der Strafraumgrenze den schmeichelhaften Ausgleich.

Den Hausherren, die zuvor schon neun Treffer in den letzten 20 Minuten hatten hinnehmen müssen, war das Remis zu wenig. Jonathan Schmid (61.) mit einem Freistoß und der starke Gregoritsch (69.) per Kopf hatten aber keinen Erfolg. Die Schalker konnten immerhin bei Kontern für etwas Gefahr sorgen, der eingewechselte Haji Wright (84.) traf nur aus Abseitsposition.

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