Schalke-Trainer Wagner hat noch viel Arbeit vor der Brust

Schalke 04

Auch im dritten Testspiel blieb der FC Schalke 04 nicht ohne Gegentor. Beim 2:2 in Wattenscheid wurde deutlich, dass Trainer David Wagner noch viel Arbeit vor der Brust hat.

Gelsenkirchen

, 14.07.2019, 20:46 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schalke-Trainer Wagner hat noch viel Arbeit vor der Brust

Neuzugang Jonjoe Kenny (r.) trug erstmals das Schalker Trikot. © Imago

Im dritten Testspiel der Vorbereitung auf die Saison 2019/2020 gab es für den FC Schalke 04 den ersten Dämpfer. Der Bundesligist musste sich beim Regionalligisten Wattenscheid 09 mit einem 2:2 (1:0) begnügen. Dabei verspielten die Königsblauen sogar eine 2:0-Führung.

Für diese hatten die Tore von Ahmed Kutucu (4.) und Steven Skrzybski (55.) gesorgt. Doch die Gastgeber gaben sich vor 8.009 Zuschauern im Stadion Lohrheide nicht geschlagen und wurden vom Wagner-Team auch noch regelrecht zum Toreschießen eingeladen. Beim Test in Bottrop war Matija Nastasic war ein Eigentor unterlaufen. Diesmal patzte der Serbe erneut, als er sich im eigenen Strafraum den Ball abjagen ließ und Nico Buckmaier (57.) dieses Geschenk zum Anschlusstreffer nutzte.

Nastasic patzt erneut

Und auch beim Wattenscheider Ausgleich war Nastasic mit in der Verlosung, weil die gesamte Schalker Abwehr nicht aufpasste und Güngor Kaya allein auf Schalke-Torhüter Michael Langer zulaufen konnte und zum 2:2 vollendete.

In der ersten Halbzeit hatte erstmals Markus Schubert zwischen den Schalker Pfosten gestanden. Der Neuzugang aus Dresden hatte allerdings so gut wie nichts zu tun, weil die eifrigen Wattenscheider zunächst keine Torgefahr verbreiten konnten.



Schubert hatte freiwillig auf mehrere Urlaubstage verzichtet und hatte erst dreimal mit seiner neuen Mannschaft trainiert. „Es hat Spaß gemacht. Ich bin sehr gut aufgenommen worden und verspürte vor dem Spiel eine große Vorfreude. Jetzt habe ich Bock auf mehr“, so der 21-Jährige.

Auch Jonjoe Kenny, Schalkes ausgeliehener Neuzugang vom FC Everton, feierte seine Premiere im Schalker Trikot. „Schalke hat eine enttäuschende letzte Saison gespielt. Ich will mithelfen, dass es wieder aufwärts geht“, sagte Kenny, der in der Schlussviertelstunde zum Einsatz kam.

Trainingslager in Herzlake


Zu diesem Zeitpunkt hatten die Königsblauen den Faden längst verloren. Torchancen blieben für den Bundesligisten in der zweiten Halbzeit Mangelware. Vielleicht lag dies auch daran, dass Guido Burgstaller - in Bottrop noch sechsfacher Torschütze - wegen einer Zahnoperation nicht zur Verfügung stand. Der Österreicher wird aber am Kurztrainingslager ab Dienstag in Herzlake teilnehmen.

Schalke-Trainer David Wagner wollte das Ergebnis nicht überbewerten. „Das war ein guter Test. Wattenscheid hat uns gefordert. Man hat gesehen, dass wir einiges in den Beinen haben“, so der 47-Jährige, der am Montag seiner Mannschaft einen trainingsfreien Tag gewährt.

Bei den Gastgebern war nicht nur die Freude über den Spielverlauf groß, sondern auch die Tatsache, dass der finanziell angeschlagene Klub eine sechsstellige Summe einnahm. „Deshalb hat dieses Spiel seinen Zweck erfüllt“, sagte Wattenscheids sportlicher Leiter Peter Neururer.

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