Schalke-Trainer Manuel Baum: „Es kann ganz schnell gehen“

Schalke 04

Die Niederlage im Derby machte vor allem eines deutlich: Schalke kann noch so leidenschaftlich verteidigen - wenn im Spiel nach vorn jeder Ball sofort verloren geht, hat das Konsequenzen.

Gelsenkirchen

, 25.10.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schalke-Trainer Manuel Baum in Dortmund mit Torhüter Frederik Rönnow: Die Defensiv-Abteilung war überlastet, weil die Offensive nicht für Entlastung sorgen konnte.

Schalke-Trainer Manuel Baum in Dortmund mit Torhüter Frederik Rönnow: Die Defensiv-Abteilung war überlastet, weil die Offensive nicht für Entlastung sorgen konnte. © dpa

Die Zahlen sind alarmierend, und Trainer Manuel Baum wollte sie auch gar nicht schönreden. Ganze vier Ballkontakte im Dortmunder Strafraum hatte Schalke bei der 0:3-Derbyniederlage in der ersten Halbzeit, überhaupt keinen mehr in der zweiten. Das haben die Statistiker des Fernseh-Senders Sky akribisch ermittelt.

Kaum Ballkontakte im Strafraum

„Wir haben nach vorne gepresst und attackiert. Das kannst du nicht die ganze Zeit machen. Aber mit dem Ball war es viel zu wenig. Wir haben gar nicht so schlecht schauen können, wie der Ball bei Balleroberungen wieder weg war. Es bringt nichts, nur zu verteidigen. Wir müssen auch Tore schießen“, beschrieb Schalkes Trainer Manuel Baum bei Sky, was sich im Schalker Aufbau- und Offensivspiel getan hatte. Nämlich so gut wie nichts - es war logisch, dass Schalke nicht mehr in die Gänge kommen würde, sollte der blaue Beton bröckeln. Das tat er aber der 55. Minute - Schalke kassierte ab da noch drei Gegentore, verlor mit 0:3.

Der zusehends überforderten Defensiv-Abteilung war das gar nicht mal anzulasten. Es gab schlichtweg keine Entlastung - Fußballer wie Nabil Bentaleb und Amine Harit, die dazu in der Lage sein müssten und die dafür ja auch aufgestellt werden, blieben auch in Dortmund weit hinter den Erwartungen zurück.

Minus 17 Tore

Im Kalenderjahr 2020 hat Schalke bislang insgesamt nur elf Tore erzielt. Die Tordifferenz nach den ersten fünf Spielten dieser Saison liegt bei minus 17. In dieser Saison hat Schalke bislang erst zwei Tore erzielt (eins gegen Werder Bremen, eins gegen Union Berlin). Nächster Gegner am kommenden Freitag ist der VfB Stuttgart - Baum ist relativ guter Dinge, dass der Knoten dann endlich platzen kann.

Denn Schalkes Trainer ist der Meinung, dass „das Hauptproblem der Kopf ist. Wenn du deine ersten Erfolge hast, dann kann es vom einen aufs andere Spiel wieder umschwenken. Es kann alles ganz schnell gehen. Im Fußball kann sich das Wetter so schnell drehen, das glaubt man gar nicht.“

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