Schalke-Trainer David Wagner und seine Hinrundenbilanz

Schalke 04

Der FC Schalke 04 hat als Tabellenfünfter eine starke Bundesliga-Hinrunde gespielt. Was Trainer David Wagner gefallen hat und wo er noch Luft nach oben sieht.

Gelsenkirchen

, 23.12.2019, 16:51 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schalke-Trainer David Wagner und seine Hinrundenbilanz

Hat gut lachen: Schalke-Trainer David Wagner. © dpa

Zahlen lügen nicht: Nach dem Abschluss der Hinrunde hat der FC Schalke 04 mit 30 Punkten nicht weniger als zwölf Zähler mehr geholt als in der Vorsaison. Platz fünf ist die Belohnung für eine über weite Strecken konstant stark aufspielende Mannschaft, die fußballerisch ganz anders zu Werke ging als in der vergangenen Saison.


Für Trainer David Wagner kam diese positive Zwischenbilanz auch ein Stück weit überraschend. Nach dem 2:2 gegen den SC Freiburg sprach der 48-Jährige von „wahnsinnig vielen Problemen in der Hinrunde auf und außerhalb des Platzes“. Damit meinte der Schalker Trainer vor allem die lange Verletztenliste. Gegen Freiburg fehlten nicht weniger als sieben Stammkräfte.



Wenig Nebenkriegsschauplätze


Ansonsten gab es jedoch die auf Schalke üblichen Nebenkriegsschauplätze, die den sportlichen Erfolg hätten gefährden können, bei weitem nicht so häufig wie in anderen Spielzeiten. Deshalb löste der Satz von Wagner („Es war nicht ruhig“) bei langjährigen Beobachtern ein bisschen Verwunderung aus. Denn diese hatten schon ganz andere Zeiten erlebt.


Recht hatte Wagner allerdings mit seiner Einschätzung, dass die lange Verletztenliste seit Ende Oktober viel taktisches Geschick und Improvisationskunst erforderlich machte. „Wir mussten viele Lösungen finden. Wie wir das als Verein geschafft haben, fand ich großartig“.




„Wir haben das Stadion mitgenommen“


Wichtiger als die 30 Punkte und Rang fünf ist für den Schalker Trainer jedoch, „dass wir erfolgreich umgesetzt haben, was wir uns vor der Saison vorgenommen hatten, nämlich leidenschaftlichen Fußball zu spielen, der von positiver Aggressivität geprägt ist. Wir haben das Stadion mitgenommen. Diesen Weg wollen wir weiter gehen.“


Damit das klappt, wünscht sich der 48-Jährige, dass die Verletztenliste möglichst schnell kleiner wird. Dann sei mit dieser Mannschaft noch einiges möglich. Wagner: „Wir haben noch viel Luft nach oben. Es gab zum Beispiel Halbzeiten, die nicht funktioniert haben. Es gab Kritik an unseren Stürmern. Damit müssen wir umgehen und uns weiterentwickeln.“


Kein konkretes Saisonziel

Ein konkretes Saisonziel nach einer sehr guten Hinrunde, darauf wollte sich Wagner allerdings nicht festnageln lassen. Immerhin räumt er ein, dass Schalke in dieser Saison keine Abstiegssorgen bekommen wird. „Nach 30 Punkten aus 17 Spielen kann man sagen, dass wir uns mit dieser Problematik der letzten Saison nicht zu beschäftigen brauchen“, so der Schalker Coach.


Aber öffentlich die Qualifikation für einen internationalen Startplatz anzupeilen, lehnt Wagner ab. „Ich werde den Teufel tun und uns ein Limit setzen. Die Hinrunde hat uns Hunger auf mehr gemacht. Wir wollen gierig bleiben und nicht zufrieden sein. Wenn wir uns weiterentwickelt, dann gebe ich uns kein Limit“.


Dass es im Kader bis zum 1. Februar Veränderungen geben wird, wollte der Schalker Trainer nicht dementieren. Mit der Ausleihe von Michael Gregoritsch (Augsburg) ist der erste Winter-Neuzugang bereits perfekt. Aber auch Abgänge wird es geben. Heißeste Kandidaten sind die kaum zum Einsatz gekommenen Stürmer Steven Skrzybski und Fabian Reese.

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