Wann Jochen Schneider Personalpolitik betreiben kann, steht aufgrund der Corona-Pandemie in den Sternen. Ein Spieler, der sich Hoffnungen auf einen Profivertrag machen kann, ist Timo Becker,

Gelsenkirchen

, 09.04.2020, 18:07 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das ließ der Schalker Sportvorstand kürzlich im Interview mit dieser Zeitung durchblicken. Rechtsverteidiger Becker entspricht genau den Vorstellungen eines Spielers, die auf Schalke besonders gern gesehen sind: In Herten geboren, die gesamte Familie seit Jahrzehnten Schalke-Fans und mit einer Bodenständigkeit ausgestattet, die im Ruhrgebiet ankommt.


Becker will dies auch gar nicht in Abrede stellen. „Der FC Schalke 04 ist mein Verein“, sagte der 23-Jährige unmittelbar nach seinem Mitwirken in der Schalker Startformation, die das DFB-Pokalviertelfinale gegen Bayern München mit 0:1 verloren hatte.


Starke Leistung im Pokal gegen die Bayern


86 Minuten hatte der Defensivspezialist gespielt und dabei eine überzeugende Vorstellung geboten. Nachdem er seit November 2019 regelmäßig mit den Profis trainieren darf, war dieser Einsatz durchaus eine Empfehlung für weitere Spiele.

„Ich gebe in jeder Einheit mein Bestes“, betont der Abwehrspieler, der sich von der Mannschaft von der ersten Minute gut aufgenommen gefühlt hat. Natürlich sei er vor dem Anpfiff gegen die Bayern etwas nervös gewesen, aber als die Partie begonnen habe, sei dies vorbei gewesen. „Ich habe mir gesagt: Warum sollte ich Angst haben? Das sind auch nur Menschen!“, so Becker damals nach dem Schlusspfiff.

Auch wenn Schalke ausschied, bleibt dieser Spieltag dem Gelsenkirchener sicherlich noch lange in Erinnerung. Sein Trikot hat bei ihm zu Hause einen besonderen Platz bekommen. Nach zwei Kurzeinsätzen in der Hinrunde gegen Union Berlin und in Wolfsburg sowie seiner Startelf-Premiere in der Bundesliga gegen den SC Paderborn hat das Bayern-Spiel seine Hoffnungen beflügelt, einen Profivertrag bei seinem Herzensklub zu bekommen.


Sechs Jahre Mitglied der Knappenschmiede

Sechs Jahre lang war Timo Becker bereits als Jugendlicher Teil der Knappenschmiede gewesen. „Ich bin immer nur zwei Minuten mit dem Fahrrad zum Training gefahren“, sagte er kürzlich im Rückblick auf knappenschmiede.de. „Deswegen war mir der Klub immer nah, auch als ich dann in die U 17 von Rot-Weiss Essen gewechselt bin.“ Schon bei der Verpflichtung Timo Beckers hatte Schalkes U-23-Manager Gerald Asamoah nicht nur leise darüber nachgedacht, dass der Innenverteidiger ein Kandidat für das Profi-Team der Königsblauen werden könnte.

Dieser Fall könnte nun bald eintreten. Dann hätte sich für den Rechtsverteidiger ein Traum erfüllt.

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