Schalke-Stürmer Benito Raman und seine Tor-Ansage

Schalke 04

Es brauchte ein wenig, bis Benito Raman in Fahrt kam - inzwischen läuft es aber bei ihm. Für die Rückrunde hat er sich viel vorgenommen.

Gelsenkirchen

, 14.01.2020, 17:28 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schalke-Stürmer Benito Raman und seine Tor-Ansage

Torjubel: Nach einigen Anlaufschwierigkeiten ist Benito Raman auf Schalke angekommen. © dpa

Es war am 29. Oktober 2019, als der Knoten bei Benito Raman endlich platzte. Schalke spielte in der zweiten Runde des DFB-Pokals bei Arminia Bielefeld auf der Alm, und Raman, im Sommer von Fortuna Düsseldorf zu Schalke 04 gewechselt, erzielte endlich seine ersten beiden Tore für den neuen Klub. Seit Saisonbeginn hatte der Stürmer auf diesen Moment gewartet.

Und auch auf sein erstes Bundesligator musste Raman nicht mehr lange warten: Am 23. November traf er zum zwischenzeitlichen 2:0 beim 2:1-Sieg in Bremen, es folgte drei Spieltage mit je einem weiteren Raman-Tor. Inzwischen kann man sagen: Der 25-Jährige ist auf Schalke angekommen.

„Vielleicht habe ich mich selbst auch zu sehr unter Druck gesetzt“

„Vielleicht habe ich einfach ein bisschen mehr Zeit gebraucht“, sagt er heute mit Blick auf seine ersten Monate auf Schalke. „Es ist ein größerer Verein als Düsseldorf, der Druck ist größer - und vielleicht habe ich mich selbst auch zu sehr unter Druck gesetzt.“ Dazu kam eine Verletzung, die den Belgier im ersten Saisondrittel für einige Zeit außer Gefecht setzte.

Jetzt sei er aber zufrieden mit seiner Leistung - und auch den Schalke-Fans gefällt seine Art zu spielen, wenn er zu seinen schnellen Sprints und Dribblings ansetzt, geht ein Raunen durch die Arena.

Dieses Ziel setzt sich Raman mit Schalke

Dabei wird sein erster Auftritt den Schalke-Fans so gar nicht gefallen haben. Bei der 0:4-Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf im vergangenen Jahr trug sich auch Raman in die Torschützenliste ein. Doch das desolate Schalke von damals ist mit dem von heute kaum zu vergleichen. „Die Spieler, die im letzten Jahr schon da waren, erzählen mir, dass die Stimmung viel besser ist als damals“, sagt Raman, der sich für die Rückrunde viel vorgenommen hat. „Ich würde gern wieder auf mindstens zehn Tore kommen, genau wie in der letzten Saison“, sagt er.

Allerdings sei seine persönliche Bilanz zweitrangig - wichtig sei es vor allem, mit der Mannschaft die Ziele zu erreichen. Und was das angeht, ist Schalke in der Winterpause etwas forscher geworden: „Ein Platz in den Europapokalrängen wäre schon schön“, gibt sich Raman angriffslustig. „Wir wollen halt am Ende das Bestmögliche erreichen.“

Keine guten Erinnerungen an das Hinspiel

Mit Michael Gregoritsch hat Raman jetzt einen neuen Sturmpartner - beim Testspiel in Hamburg am vergangenen Freitag (4:0) erzielten beide jeweils einen Treffer. „Er ist ein guter Spieler“, lobt Raman seinen neuen Kollegen, „er braucht nicht lange, um sich an unsere Spielweise zu gewöhnen.“

Möglicherweise können beide das schon am Freitag unter Beweis stellen, wenn Schalke mit dem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach (20.30 Uhr/live im ZDF) die Bundesliga-Rückrunde einläutet. An das Hinspiel hat Raman keine so guten Erinnerungen. Beim 0:0 in Mönchengladbach am ersten Spieltag vergab der Belgier eine gute Torchance - in der aktuellen Form würde ihm vermutlich nicht mehr passieren.

Unterschätzen will Raman die Gladbacher aber auf keinen Fall. „Sie waren ja lange Spitzenreiter“, sagt er. „Es ist ein gutes Team, es wird eine schwere Aufgabe.“ Dennoch klingt er selbstbewusst: „Wir wissen, was sie können - aber wir müssen unser Spiel spielen und dann einfach sehen, was passiert.“

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