Schalke-Stürmer Benito Raman hat sich vom Druck befreit

Schalke 04

Seit einigen Wochen hat Stürmer Benito Raman beim FC Schalke 04 richtig aufgedreht. Für diese positive Entwicklung gibt es mehrere Gründe.

Gelsenkirchen

, 26.11.2019, 18:11 Uhr / Lesedauer: 2 min
Schalke-Stürmer Benito Raman hat sich vom Druck befreit

So wird es gemacht: Seit dem Pokalspiel in Bielefeld ist bei Benito Raman der Torknoten geplatzt. © dpa

Für Benito Raman ist die Fußball-Welt momentan in Ordnung. „Seit den letzten vier Pflichtspielen bin ich mit meinen Leistungen zufrieden. Jetzt habe ich den Eindruck, dass ich auf Schalke angekommen bin“, sagte der flinke Stürmer am Dienstag in einer Medienrunde.



Nach zwei Toren im Pokalspiel in Bielefeld war beim Neuzugang aus Düsseldorf der Torknoten geplatzt. Seitdem spielt der 25-Jährige wie befreit auf. Dass ihm in Bremen nun auch noch sein erstes Bundesligator gelang, machte sein sportliches Glück perfekt und lässt ihn optimistisch in die Zukunft blicken.


Traum von der Teilnahme an der Europameisterschaft


Dass seine Leistungskurve nach oben zeigt, hängt auch mit der Fitness des Belgiers zusammenhängen. Wohl auch ein bisschen aus falschem Ehrgeiz biss er auf die Zähne, als er schon Schmerzen hatte, aber wegen einer Nominierung für die belgische Nationalmannschaft weiterspielte. Doch bald darauf musste Raman dann doch eine Pause einlegen, weil der Körper aufgrund einer Kapselbandverletzung im Sprunggelenk nicht mehr mitspielte.



„Ich habe mich in dieser Phase wohl zu sehr unter Druck gesetzt“, bekannte der Angreifer selbstkritisch. Nun ist er längst wieder gesund und macht Schalke viel Freude. Die Art und Weise, wie er in Bremen traf, war ganz nach dem Geschmack seines Trainers David Wagner, weil Raman Ball und Gegner aggressiv attackierte und dafür belohnt wurde.


„Perfekte Atmosphäre in der Kabine“



Insgeheim hofft der Schalker Neuzugang, dass er vielleicht auch die Chance bekommt, im nächsten Jahr mit Belgien an den Europameisterschaften teilzunehmen. „Aber die Konkurrenz im eigenen Land ist sehr stark“, macht sich der Angreifer nichts vor. „Wenn ich es in den Kader schaffen würde, wäre es erst einmal nicht so wichtig, ob man spielt oder nicht“, so Raman, der allein schon die Nominierung angesichts der starken Konkurrenten als Auszeichnung empfinden würde.


Aktuell herrsche eine „perfekte Atmosphäre in der Kabine“, so Raman. Aber er wollte auch nicht zu euphorisch werden und gab zu bedenken: „Jedes Spiel ist unterschiedlich. Nach dem Sieg in Bremen haben wir uns sehr gefreut. Das sah nach der Partie gegen Fortuna Düsseldorf noch ganz anders aus“.

Nun hat Raman den Fokus aber ganz auf die nächste Aufgabe, das Heimspiel am Freitag gegen Union Berlin gerichtet. Nach den zuletzt gezeigten Leistungen dürfte der 25-Jährige beste Chancen haben, wieder zur Schalker Startformation zu gehören, die mit einem Sieg mit mindestens vier Toren Unterschied für 24 Stunden Tabellenführer werden könnte.

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