Schalke-Stürmer Ahmed Kutucu betreibt beste Eigenwerbung

Schalke 04

Wenn Ahmed Kutucu eingewechselt wird, jubeln die Schalker Fans. Der junge Stürmer ist schnell zu einem Publikumsliebling geworden. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Gelsenkirchen

, 22.12.2019, 16:56 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schalke-Stürmer Ahmed Kutucu betreibt beste Eigenwerbung

Ahmed Kutucu hat sich zum Publikumsliebling auf Schalke entwickelt. © dpa

So wünscht sich wohl jeder Bundesligatrainer junge Spieler in seinem Kader. Als Ahmed Kutucu am Samstagnachmittag vor die Journalisten trat, erlebten die Medienvertreter nicht zum ersten Mal einen Kicker, der ruhig, sachlich und selbstkritisch über das Spiel und seine Leistung sprach.


Da war nichts zu spüren von Missmut, weil der 19-Jährige in der Bundesliga-Hinrunde bisher nur sporadisch zum Einsatz kam. Im Gegenteil, als Kutucu die Charakterisierung „Held des Tages“ hörte, schüttelte er sofort mit dem Kopf, obwohl er doch nach seiner Einwechslung in den letzten 20 Minuten das Schalker Spiel nicht nur spürbar belebt, sondern mit seinem Tor zum 2:2 auch die zweite Schalker Heimniederlage gegen den SC Freiburg verhindert hatte.



Selbstkritischer Teamplayer



Vielmehr beschäftigte den jungen Stürmer, dass er die große Chance zum 3:2 kurz vor dem Abpfiff nicht genutzt hatte. „Ich werde die nächsten ein, zwei Tage sicher nicht schlafen können und darüber nachdenken“, sagte Kutucu selbstkritisch und ergänzte: „Ich werde mir diese Szene noch einmal anschauen, damit ich es beim nächsten Mal besser mache.“



Solche Worte werden nicht nur sein Trainer David Wagner, sondern auch alle Schalker Fans gerne hören. Sie machen deutlich, warum der Stürmer so beliebt bei den eigenen Anhängern ist. Er stellt keine Ansprüche und gibt sich - ganz im Gegensatz zu vielen Spielern seiner Generation – geduldig und als Teamplayer.

Und zwar glaubhaft, als Kutucu folgende Sätze formulierte: „Spieler denken oft nur an sich, aber man muss ja auch an das Team denken. Das tut der Mannschaft auch gut, wenn ich reinkomme und Gas gebe. Natürlich willst du als Profi mehr spielen. Aber ich nehme das an und gebe 100 Prozent. Ich mache keinen auf beleidigt oder lasse den Kopf hängen.“

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