Schalke-Fans feiern Huub Stevens und seine Spieler

Schalke 04

In ganz Deutschland waren Schalkes Spieler und Offizielle unterwegs, um Fanklubs zu besuchen. Trotz einer mehr als enttäuschenden Saison war die Stimmung an der Basis überraschend gut.

Gelsenkirchen

, 13.05.2019 / Lesedauer: 3 min
Schalke-Fans feiern Huub Stevens und seine Spieler

Die Autogramme von Guido Burgstaller waren beim Fanclubtreffen heiß begehrt. © Schalke 04

Und auch die Resonanz bei den einzelnen Veranstaltungen konnte sich sehen lassen. Wie zum Beispiel im Gelsenkirchener Stadtteil Bismarck, wo die „Stauder Löwen Haverkamp beheimatet sind. 18 Mitglieder stark ist dieser Fanklub zwar nur, aber rund 80 Personen hatten sich versammelt, um Guido Burgstaller und Mark Uth zu empfangen.

Erstmals hatten die „Stauder Löwen“ Schalker Spieler zu Gast. „Und dann sofort zwei“, freute sich der Vorsitzende Holger Pfeiffer. Bei der Fragerunde herrschte eine lockere Atmosphäre. Nur einmal schäumte ein Fragesteller, als es um die Person von Michael Reschke ging, der angeblich Kaderplaner werden soll. „Was wollen wir mit dem? Der hat Stuttgart an den Rand des Abstiegs geführt,“ so der erboste Schalker Anhänger. Guido Burgstaller beruhigte: „Jochen Schneider macht auf mich einen Super-Eindruck. Er wird die richtigen Leute für Schalke verpflichten“.

Uth will im Juni das Lauftraining aufnehmen

Mark Uth gab einen Einblick über seine Gesundheit nach seinem vorzeitigen verletzungsbedingten Ausfall in dieser Saison: „Anfang Juni will ich mit dem Lauftraining beginnen. Ich hoffe, zum Trainingsstart wieder alles mitmachen zu können bzw. ab dem Trainingslager in Mittersill.“

Burgstaller und Uth gaben sich sehr selbstkritisch. „Wir haben eine beschissene Saison gespielt. Es kann in der neuen Spielzeit nur bergauf gehen. Wenn man so auftritt, muss man sich auch mal beschimpfen lassen, auch wenn es weh tut,“ erklärte Uth.

Burgstaller ärgert Nürnberger Abstieg

Trotz des 1:1 in Leverkusen war das Wochenende für Guido Burgstaller nicht vollständig befriedigend. Der Abstieg des 1. FC Nürnberg hatte den früheren Club-Spieler stark mitgenommen. „Das ist eine Vollkatastrophe. Ich hatte den Traum, in unserem letzten Heimspiel den VfB Stuttgart auf einen Abstiegsplatz zu schießen, damit der Club noch die Chance auf die Rettung hat. Ich hoffe, sie kommen schnell in die Bundesliga zurück.

Vom Fanklub gab es als Geschenk zwei Trikots der „Stauder Löwen Haverkamp“. Burgstaller und Uth hatten zwei Schalke-Trikots mit ihren Unterschriften dabei. Fanklub-Vorsitzender Pfeiffer: „Die Trikots hängen wir in unserem Klubhaus auf.“

Bastian Oczipka und Jeffrey Bruma besuchten den Fan-Klub „Schalker Freudentaumel“ in Herne. Sie sammelten Sympathiepunkte, verspürten aber auch Verärgerung und Sorgen an der Basis.

Likör und Schoko-Pralinen als Geschenke

Oczipka sprach Klartext: „Ich weiß, was den Menschen an Schalke liegt. Uns beschäftigt das auch, wenn es um Arbeitsplätze in der Geschäftsstelle geht oder man hört, dass bei den Schalker Basketballern die Verträge auf Eis liegen, weil man erst mal abwartet, wie es mit den Fußballern weitergeht. Das geht an uns nicht spurlos vorüber.“

Nach 90 Minuten war dieser Spielerempfang beendet. Für Oczipka und Bruma gab es Geschenke. Den „Mond von Wanne-Eickel“, einen Likör, und Schoko-Pralinen mit Wanner Motiven.

Schneider reist bis nach Oberstdorf

Huub Stevens und Matthias Kreutzer, einer seiner Co-Trainer, sorgten beim Fanklub „Königsblau Metelen“ für strahlende Gesichter. Stevens zeigte sich wie schon in den vergangenen Tagen nach dem sichergestellten Klassenerhalt sehr entspannt, humorvoll und redefreudig. Am Ende der Veranstaltung wurden er und Kreutzer mit einem Präsentkorb verabschiedet. Zuvor hatten beide Trainer alle Autogrammwünsche der zahlreichen Besucher erfüllt.

Die weiteste Reise zu einem Fanklub am vergangenen Wochenende absolvierte übrigens Jochen Schneider. Der Sportvorstand reiste mehr als 650 Kilometer und stattete den ‚Allgäu Schalkern‘ in Oberstdorf einen Besuch ab. Matija Nastasic wurde beim Besuch des Fanklubs „Sektion Ruhrpott 1904“ in Recklinghausen zum Ehrenmitglied ernannt.

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