Schalke 04 vor dem Derby: Wagner mauert - mauert Königsblau beim BVB?

Schalke 04

Schalke-Trainer David Wagner macht vor dem Derby um Taktik und Aufstellung ein großes Geheimnis. Wagner mauert - mauert Königsblau in Dortmund oder wird offensiver gespielt?

Gelsenkirchen

, 15.05.2020, 17:39 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auf Amine Harit (2.v.r.) ruhen viele Schalker Hoffnungen im Derby.

Auf Amine Harit (2.v.r.) ruhen viele Schalker Hoffnungen im Derby. © dpa

David Wagner war zwar zu seiner aktiven Zeit Stürmer, aber er beherrscht auch ein gepflegtes Abwehrverhalten. Bei Fragen zu Taktik und Personal vor dem Derby „mauerte“ der 48-Jährige gnadenlos. „Dazu sage ich nichts“, formulierte der Schalker Trainer kurz und knapp. Mehr als die drei Spieler (Ozan Kabak, Benjamin Stambouli und Omar Mascarell), die ihm in Dortmund nicht zur Verfügung stehen werden, ließ er sich zum Personal nicht entlocken.



Dabei gehört die taktische Marschroute der Gäste zu den spannendsten Fragen vor dem Derby. Denn vor der Corona-Krise hatte Wagner seine Mannschaft wegen der langen Verletztenliste deutlich defensiver, teilweise mit einer Fünferkette, agieren lassen. Dies ist jetzt nicht mehr notwendig, denn Spieler wie Suat Serdar oder Daniel Caligiuri stehen ihm nach auskurierten Verletzungen wieder zur Verfügung.



Caligiuri brennt auf sein Comeback

Caligiuri, mit drei Toren und einer Vorlage in den letzten beiden Revierderbys in Dortmund ein Schalker Erfolgsgarant, brennt auf sein Comeback. „Ich traue mir zu, von Anfang an zu spielen“, so der 32-Jährige.



Auch Suat Serdar hat gute Chancen zur Startelf zu gehören. Der torgefährliche Mittelfeldspieler wurde zuletzt schmerzlich im Schalker Spiel vermisst. Darunter litt besonders Amine Harit, der ohne seinen Partner in diesem Mannschaftsteil in ein Formtief rutschte.


Lob für Harit


In Dortmund will sich Harit anders präsentieren. „Seine Trainingsleistungen und sein Verhalten in der Gruppe sind gut. Ich habe an Amine nichts auszusetzen“, betonte Wagner, der nicht mit Lob für das gesamte Team sparte. „Es ist eine extreme Situation für uns alle gewesen – sowohl im Privaten als auch beruflich. Die Jungs haben sich super zusammengerissen und das Beste daraus gemacht“.



Für den Coach der Königsblauen ist es ein großer Vorteil, dass das erste Spiel nach der langen Pause ausgerechnet in Dortmund stattfindet. „Wir spielen nicht irgendeine Partie, sondern das Derby. Es ist Schalke gegen Dortmund und für uns weiterhin das größte Spiel der Saison!“


Kein Topniveau zu erwarten


Allerdings könne man in diesen 90 Minuten kein Topniveau erwarten. „Es ist für mich nicht wie der erste Spieltag einer neuen Saison, sondern wie das erste Testspiel in einer Vorbereitung. „Du hast eine Woche Training und spielst das erste Spiel. Da weißt du überhaupt nicht, was passiert. In der Regel sieht das erste Spiel nach einer längeren Pause in der Vorbereitung nicht so prickelnd aus.“ Doch gerade diese Unsicherheit empfindet Wagner in der aktuellen Situation als „interessant und spannend“.

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