Ab Mittwoch (14. Juli) öffnet das Transferfenster wegen der Corona-Pandemie ungewöhnlich lange bis zum 5. Oktober. Wer Schalkes heißeste Transfer-Aktie ist, lesen Sie hier.

Gelsenkirchen

, 14.07.2020, 17:04 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der Regel war das Transferfenster im Profifußball in Deutschland in den vergangenen Jahren immer vom 1. Juli bis zum 31. August geöffnet. Doch wegen der Corona-Pandemie ist 2020 alles anders. Ab Mittwoch bis zum 5. Oktober dürfen Wechsel getätigt werden.

Für den hoch verschuldeten FC Schalke 04 ist die heißeste Aktie in diesem Transfersommer offenbar Weston McKennie. Der US-Boy hatte zwar erst vor einem Jahr seinen Vertrag bis zum 30. Juni 2024 verlängert, doch dies geschah in der Erwartung, mit Schalke 04 kontinuierlich auch auf internationaler Ebene zu spielen. Doch spätestens seit der Pressekonferenz der Schalker Vorstandsmitglieder Alexander Jobst und Jochen Schneider dürfte McKennie klar gewesen sein, dass sein aktueller Arbeitgeber künftig kleinere sportliche Brötchen backen muss.

Interesse vom FC Liverpool?

Deshalb verwundert es nicht, dass der vielseitige Mittelfeldspieler längst das Interesse anderer Vereine auf sich gezogen hat, zumal er einer der wenigen Schalker Spieler war, der in der katastrophalen Bundesliga-Rückrunde wenigstens teilweise ordentliche Leistungen geboten hatte.

Nachdem aus der Bundesliga Hertha BSC dank der Millionen von Investor Lars Windhorst mit einem Transfer von McKennie liebäugelt, soll nun auch der FC Liverpool seinen Hut in den Ring geworfen haben. Das berichteten der US-Sender „CBS Sports“ und der englische „Telegraph“ in den vergangenen Tagen. Dem „Telegraph“ zufolge fordern die Königsblauen angeblich eine Ablösesumme von rund 28 Millionen Euro.

Schwolow bleibt ein Thema

Schon im Mai diesen Jahres hatte Schalkes Mittelfeldspieler in einem Interview zugegeben, dass es sein sportlicher Traum sei, einmal in der Premier League zu spielen. Neben Liverpool sollen auch Newcastle United, die Wolverhampton Wanderers sowie der FC Everton den gebürtigen Texaner ins Visier genommen haben.

Schalke hat natürlich kein Interesse daran, dass in der Öffentlichkeit der Eindruck entsteht, dass der Verein unbedingt Leistungsträger verkaufen muss. Andererseits haben die Königsblauen gar nicht mehr viele Spieler in ihrem Kader, die hohe Ablösesummen einbringen würden, zumal durch die Corona-Pandemie ohnehin viele Vereine zum Sparen gezwungen sind.

Matondo sorgt für Wirbel

Bei McKennie ist es jedoch so, dass sich Schalke nach Informationen dieser Zeitung im Mittelfeld auch ohne den US-Boy gut aufgestellt sehen würde. Den dringendsten Handlungsbedarf sehen die Schalker Entscheidungsträger auf der Torhüterposition und im Angriff. Vom ursprünglichen Plan, mit dem jungen Markus Schubert und Rückkehrer Ralf Fährmann in die neue Saison zu gehen, sind die Blau-Weißen intern längst abgerückt. Freiburgs Alexander Schwolow bleibt Schalkes Wunschkandidat. Doch die Freiburger Ablöseforderung von angeblich acht Millionen Euro dürfte Schalke kaum erfüllen können.

Noch größer sind die Sorgen im Angriff, wo die Königsblauen dringend einen Stürmer benötigen, der eine zweistellige Trefferquote erreichen kann. Rabbi Matondo hat vielleicht langfristig das Potenzial dazu, doch aktuell hat er erst einmal viele Schalker Fans gegen sich mit einer unbedachten Aktion aufgebracht. Der Flügelflitzer ließ sich nämlich im Heimaturlaub im walisischen Cardiff im Trikot seines Freundes Jadon Sancho vom Erzrivalen Borussia Dortmund ablichten. Das provozierte sofort viele negative Reaktionen in den sozialen Medien, sodass der Beitrag aus einem Fitnessstudio schnell gelöscht wurde.

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