Salif Sané ist Schalkes Dauerbrenner

Schalke 04

Domenico Tedesco ist ein Freund der Rotation, auch in seinem zweiten Schalke-Jahr. Doch einem Spieler gönnte er bisher keine Pause.

Gelsenkirchen

, 10.11.2018, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Salif Sané ist Schalkes Dauerbrenner

Der „Herr der Lüfte“: Salif Sané (blaues Trikot) ist ein glänzender Kopfballspieler. © dpa

Salif Sané hat im bisherigen Saisonverlauf noch keine Pflichtspielminute bei den Königsblauen versäumt. Ob in der Bundesliga, im DFB-Pokal oder in der Champions League, der Nationalspieler aus dem Senegal hat nach seinem Wechsel zum FC Schalke 04 sportlich schnell funktioniert.

Momentan hat man den Eindruck, dass der 28-Jährige immer besser wird, je länger die Saison dauert. Auch gegen Istanbul wusste die Dreierkette mit Benjamin Stambouli, Salif Sané und Matija Nastasic zu überzeugen. Routinier Naldo musste wie schon in den letzten Spielen auf der Ersatzbank sitzen.

Dreierkette hat sich in den vergangenen Spielen bewährt

Das wird bestimmt nicht so bleiben, aber Trainer Domenico Tedesco hat aktuell keinen Grund, in der Defensive etwas zu verändern. „Salif macht das richtig gut. Am Anfang hat man gemerkt, dass ein paar Sachen gefehlt haben“, so der Coach. Dennoch schenkte er Sané stets das Vertrauen, denn „es bringt dann nichts, den Spieler rauszunehmen und darauf zu warten, dass die Automatismen alles durchs Training kommen – beispielsweise das Vorwärtsverteidigen, wie es Benjamin Stambouli oder Matija Nastasic machen.“

Christian Heidel verriet kürzlich im RN-Interview, dass Sané im Sommer bei vielen Vereinen sehr hoch im Kurs steht. Auch Borussia Dortmund soll hartnäckig um den Defensivspezialisten geworben haben. Doch Heidel war schneller oder hatte bessere Argumente.

Sané verfügt über herausragende Zweikampfquoten

Dabei ließ sich der Sportvorstand nicht davon irritieren, dass Sané bei seinem früheren Klub Hannover 96 auch schon mal suspendiert worden war. Doch auf Schalke ist Sané noch nicht verhaltensauffällig geworden. Im Gegenteil, außerhalb des Platzes macht der Verteidiger einen ruhigen und zurückhaltenden Eindruck. Ganz im Gegensatz zu seinen Aktivitäten auf dem Platz, wo er Partie für Partie herausragende Zweikampfquoten aufweist.

Das war auch schon in Hannover der Fall. In der vergangenen Saison hatte Sané 265 Kopfball-Duelle für sich entschieden – mehr als jeder andere Bundesligaspieler. „Salif ist ein Phänomen. So wie er spielt, deutet nichts darauf hin, dass er konditionelle Probleme bekommen könnte“, lobte Heidel den Schalker Dauerbrenner, der jetzt 16 Pflichtspiele über die volle Distanz absolviert hat.

Warten auf den ersten Pflichtspieltreffer für Königsblau

Was Sané aber noch fehlt, ist sein erstes Pflichtspieltor für die Blau-Weißen. „Gerade Kopfbälle nach Standards sind eine von Salifs Waffen,“ sagte Tedesco. In Hannover gehörte der Abwehrspieler zu den torgefährlichsten Akteuren. Ihm gelangen vier Treffer. Eine Bilanz, die Sané auch bei seinem neuen Klub erreichen möchte. Mindestens.

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