Ozan Kabak widmet sein Tor dem verstorbenen Schalke-Fan

Schalke 04

Während der Partie in Wolfsburg spürten die Schalker Spieler die ungewöhnlich ruhige Atmosphäre auf den Rängen. In der Kabine wurde dann zur Gewissheit, dass etwas Schlimmes passiert war.

Gelsenkirchen

, 19.12.2019, 14:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ozan Kabak widmet sein Tor dem verstorbenen Schalke-Fan

Schon während des Spiels gedachten die Wolfsburger Fans des verstorbenen Schalker Anhängers. © dpa

Ein 41-jähriger Schalker Anhänger war auf dem Weg ins Stadion verstorben.

„Es ist nicht möglich, über Fußball zu reden“, sagte S04-Sportvorstand Jochen Schneider nach der Begegnung. Der 49-Jährige lobte beide Fanlager, dass sie die Unterstützung während der Partie einstellten. „Großer Respekt an die Fans von Schalke und dem VfL Wolfsburg. Riesenrespekt an die Anhänger beider Lager und alle Verantwortlichen, wie feinfühlig mit der Situation umgegangen wurde. Da tritt der Fußball in den Hintergrund, unser Mitgefühl gilt der Familie und den Angehörigen,“ betonte Jochen Schneider.



Die Wolfsburger Vereinsführung entschied, das geplante Rahmenprogramm vor dem Weihnachtsfest aus Respekt vor dem Verstorben nicht wie geplant durchzuführen. Die Mannschaft verzichtete deshalb nach ihrem letzten Heimspiel des Jahres auf ihre traditionelle Ehrenrunde, um den Zuschauern frohe Weihnachten zu wünschen.


Ultras sagen Veranstaltung ab


Die Schalker Ultras, die am Freitag auf dem Weihnachtsmarkt in Gelsenkirchen-Buer präsent sein wollten, sagten ihre Veranstaltung ab. Auch Trainer David Wagner wollte nach der Begegnung nicht über die 90 Minuten auf dem Platz sprechen. „All unsere Gedanken sind bei den Angehörigen des Verstorbenen“, betonte der 48-Jährige bei der Pressekonferenz nach dem Spiel. „Es zeigt uns, dass Fußball nicht das Wichtigste ist.“


Auch die Schalker Spieler waren schockiert. In türkischer und englischer Sprache twitterte Ozan Kabak: „Der schmerzhafte Verlust unseres Fans ist in unseren Herzen und Köpfen. Das Tor ist für ihn“. Sascha Riether sprach von einem Schock. „Das ist ein trauriger Tag für uns“, so der Koordinator der Lizenzspieler-Abteilung.

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