Nach großem Kampf siegte Schalke mit 1:0 gegen Eintracht Frankfurt – nach der Roten Karte gegen Nübel am Ende zu zehnt. Hier unsere Einzelkritik.

Gelsenkirchen

, 15.12.2019, 20:28 Uhr / Lesedauer: 2 min

Alexander Nübel: War in der ersten Halbzeit kaum gefordert – den gefährlichsten Ball hielt er kurz vor Abfiff der ersten Halbzeit nach Kopfball von Gacinovic. Den bis dahin soliden Gesamteindruck machte er in der 66. Minute zunichte, als er Gacinovic in Kung-Fu-Manier niederstreckte und dafür zu Recht die Rote Karte sah. Note 5,0

Nübel sieht Rot, Raman wird zum Matchwinner

Streckte Gacinovic in der 66. Minute nieder: Alexander Nübel. © picture alliance/dpa

Jonjoe Kenny: Interpretierte seine Rolle als Außenverteidiger sehr offensiv und tankte sich mehrmals bis zur Grundlinie der Frankfurter durch. Insgesamt verbessert gegenüber den letzten Spielen, er harmonierte auf der rechten Bahn gut mit Kabak und Caligiuri. Note 2,5

Ozan Kabak: Der junge Innenverteidiger zeigte ein bärenstarkes Spiel: Hinten sicher, schaltete er sich mehrfach in die Angriffe ein, entweder mit klugen Pässen, oder, wie in der 40. Minute, mit einem sehenswerten Sololauf, bei dem er am Ende knapp am Tor vorbeischoss. Auch bei Standards immer gefährlich. Note 2,0

Weston McKennie: Verletzte sich schon in der 13. Minute nach einem Zusammenprall mit Bas Dost an der Schulter und musste ausgewechselt werden. ohne Note

Bastian Oczipka: Nach der Verletzung von Weston McKennie rückte er in die Innenverteidigung und erledigte seinen Job dort ohne größere Probleme. Note 3,0

Omar Mascarell: Der defensivere der beiden Sechser sicherte bei Angriffen der Schalker hinten ab und fungierte fast als zentraler Innenverteidiger in einer temporären Dreierkette. Zeigte auch gegen seinen Ex-Klub eine gewohnt gute Leistung, ohne dabei aufzufallen. Note 3,0

Suat Serdar: Starke Aktion in der 28. Minute, als Frankfurts Keeper Rönnow seinen Schuss nur knapp zur Ecke lenken konnte. Sorgte gemeinsam mit Amine Harit für Alarm im Mittelfeld und stellte die Frankfurter Abwehr mehrfach vor Probleme. Note 2,5

Daniel Caligiuri: Sehenswert, wie er in der 40. Minute mit der Hacke auf Kabak weiterleitete und so dessen Sololauf ermöglichte. Deutlich verbessert gegenüber der Partie in Leverkusen. Seinen Schuss in der 50. Minute konnte Rönnow gerade so über die Latte kratzen. Note 2,5

Amine Harit: Seine Vertragsverlängerung unter der Woche hat ihn offensichtlich beflügelt. Schon in der ersten Halbzeit war er einer der Aktivposten und zog mit seinen Dribblings meist mehrere Gegenspieler auf sich. In der 53. Minute machte er alles richtig und legte klug für Raman auf, der das 1:0 erzielte. Wurde in der 69. Minute „Opfer“ der Roten Karte für Nübel und für Ersatzkeeper Schubert aus dem Spiel genommen. Note 2,0

Rabbi Matondo: Der junge Waliser durfte einmal wieder von Beginn an ran und ersetzte den zuletzt schwachen Burgstaller. Er ließ auf dem linken Flügel mehrfach seine Schnelligkeit aufblitzen, allerdings fehlte es ihm noch an Durchsetzungskraft. Vergab in der 88. Minute die Riesenchance aufs 2:0. Unterm Strich aber eine solide Partie von Matondo. Note 3,0

Nübel sieht Rot, Raman wird zum Matchwinner

Erzielte das 1:0 für Schalke: Benito Raman. © picture alliance/dpa

Benito Raman: Immer wieder sehenswert, was für ein Laufpensum der Ex-Düsseldorfer abspult. Als alleinige Sturmspitze vergab er in der 16. und 42. Minute noch gute Torchancen, in der 53. Minute war er aber zur Stelle und erzielte das 1:0. Note 2,5

Juan Miranda: Kam schon in der 13. Minute für den verletzten McKennie in die Partie und nahm Oczipkas Platz auf der linken Außenbahn ein. Da die meisten Angriff über die rechte Seite liefen, wurde er nicht sonderlich gefordert und erledigte seinen Job eher unauffällig. Note 3,0

Markus Schubert: Der Torwart kam in der 69. Minute für den vom Platz gestellten Alex Nübel zu seinem ersten Saisoneinsatz und zeigte sich fehlerfrei. Ohne Note

Guido Burgstaller: Kam in der 77. Minute für Benito Raman. Hatte in der 83. Minute Pech, als sein Schuss an den Pfosten ging. Ohne Note

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