McKennie kämpft um einen Platz im Schalker Mittelfeld

Schalke 04

Nach seiner schweren Schulterverletzung hat Weston McKennie bei der klaren Schalker Niederlage in München ein Kurz-Comeback gefeiert.

Gelsenkirchen

, 28.01.2020, 17:34 Uhr / Lesedauer: 2 min
McKennie kämpft um einen Platz im Schalker Mittelfeld

Hat seine Schulterverletzung überwunden: Weston McKennie (am Ball). © dpa

Der US-Boy war froh, dass ihm seine Schulter in seinen Zehn-Minuten-Einsatz keine Probleme mehr bereitet hat. „Ich bin einmal darauf gefallen, aber es hat sich normal angefühlt. Alles okay. Ein bis zwei Monate muss ich noch eine Schiene tragen“, erzählte der 22-Jährige, der in dieser Woche erstmals jede Trainingseinheit absolvieren will. McKennie geht zwar nicht unbedingt davon aus, dass er am Freitag in Berlin in der Schalker Startelf steht, aber mit guten Trainingsleistungen will er sich zumindest für einen Teilzeiteinsatz empfehlen.


Die klare Niederlage in München haben Mannschaft und Trainerteam aufgearbeitet. „Das 0:5 tat weh. Uns hat gegen die Bayern etwas der Mut gefehlt. Aber wir sind jetzt bereit für das nächste Spiel. Dabei sind wir uns bewusst, dass es eine schwere Woche mit dem Bundesligaspiel und dann der Pokalpartie gegen Hertha BSC wird“, betonte der Mittelfeldspieler, der dafür plädierte, sich nicht zu lange mit dieser Niederlage zu beschäftigen. „Dieses Spiel muss nach ein, zwei Tagen raus aus unseren Köpfen. Es geht jetzt für uns darum, in Berlin eine gute Reaktion zu zeigen“, so McKennie.



„Gute Reaktion zeigen“


Das ist für Schalke deshalb besonders wichtig, um im Kampf um die internationalen Plätze dabei zu bleiben. Unter Trainer David Wagner haben die Königsblauen bisher noch nie zwei Niederlagen in Folge in der Bundesliga kassiert. Ein Erfolgserlebnis in Berlin würde auch das Schalker Selbstvertrauen vor dem DFB-Pokal-Achtelfinale gegen die Hertha am 4. Februar stärken.



Ob Markus Schubert oder Alexander Nübel im Schalker Tor stehen wird, hat für McKennie nicht die große Bedeutung. „Egal, wer es sein wird, er wird seine Sache gut machen“, davon ist der 22-Jährige überzeugt.



Training ohne sechs Stammkräfte



Seit der US-Nationalspieler, der auch schon die Kapitänsbinde seines Heimatlandes trug, im Sommer 2016 zunächst in die U19 der Blau-Weißen wechselte, hat er sich kontinuierlich weiterentwickelt. „Weston ist ein herausragendes Talent“, urteilte Trainer David Wagner schon nach den ersten Trainingseinheiten. Zuvor hatte Sportvorstand Jochen Schneider auf der Mitgliederversammlung unter großem Applaus die vorzeitige Vertragsverlängerung mit McKennie bis zum 30. Juni 2024 bekannt gegeben.

Die Vorschusslorbeeren will der Mittelfeldspieler mit guten Leistungen bestätigen und möglichst schnell mit Schalke auf die internationale Fußballbühne zurückkehren. Allerdings war die Schalker Personallage bei der Trainingseinheit am Dienstagnachmittag etwas angespannt. Nicht weniger als sechs Stammkräfte mussten pausieren.



Darunter war auch Torhüter Markus Schubert. Der 21-Jährige hat Beschwerden an der Patellasehne. Sollten diese anhalten, hätte sich die brisante Torhüterfrage bei den Königsblauen erst einmal von selbst gelöst, denn dann würde Alexander Nübel nach abgelaufener Sperre in Berlin im Schalker Tor stehen.

Ebenfalls nicht bei der Einheit dabei waren Jonjoe Kenny, Matija Nastasic und Ozan Kabak, die wegen Infekten pausierten. Zudem fehlten Ahmed Kutucu wegen muskulärer Probleme und Rabbi Matondo, den es in der Wade zwickt.

Eine gute Nachricht gab es dagegen von Stürmer Benito Raman. Der Angreifer, der wegen eines grippalen Infekts in München fehlte, kehrte ins Mannschaftstraining zurück. Am Mittwoch und Donnerstag wird auf Schalke nicht öffentlich trainiert.

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