Manager Christian Heidel fürchtet Belastung für Schalkes Team

Schalke 04

Die Diskussion um Kaderplaner und externe Experten schwelt beim FC Schalke 04 weiter. Sportvorstand Christian Heidel sieht darin eine große Gefahr. Die Gründe nannte er in Augsburg.

Gelsenkirchen

, 16.12.2018, 19:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Manager Christian Heidel fürchtet Belastung für Schalkes Team

Will sich neuen Ideen auf der Führungsebene nicht verschließen: Schalkes Sportvorstand Christian Heidel. © dpa

Braucht Schalke weitere Experten, um sportlich zurück auf den Erfolgsweg zu kommen? Das Gedankenspiel von Schalke-Boss Clemens Tönnies hatte Sportvorstand Christian Heidel zuletzt kategorisch abgelehnt: „Bei uns braucht sich niemand zu bewerben“.


In Augsburg schlug Heidel moderatere Töne an. Dass er keinen Bedarf für externe Berater sieht, daran hielt der 55-Jährige fest. Heidel: „Von einem externen Berater, der nur einmal im Monat vorbeikommt, halte ich nichts. Ohne die Leistung von Matthias Sammer schmälern zu wollen. Das kann ich ja gar nicht beurteilen“, betonte der Sportvorstand im Hinblick auf den früheren Nationalspieler, der diese Funktion bei Borussia Dortmund ausübt. Der BVB ist jedoch momentan der einzige Bundesligaverein, der solch ein Modell praktiziert.

Reger Austausch mit Thon und Co.

Allerdings wollte Heidel nicht den Eindruck erwecken, sich neuen Wegen zu verschließen. Deshalb ergänzte der Manager: „Natürlich müssen wir immer überlegen, ob und wie wir unsere Mannschaft besser machen können. Es wäre fatal, sich darüber keine Gedanken zu machen.“

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Er verwies auf den regen Austausch, den er mit ehemaligen Schalker Größen wie Huub Stevens oder Olaf Thon pflege. „Ich könnte natürlich sagen: Das sind alles unsere Berater. Es gibt bei Schalke auch noch Menschen außer mir,“ so Heidel mit einem Augenzwinkern.

Konfliktpotenzial in stürmischen Zeiten

Der Sportvorstand wäre wohl glücklich, wenn diese Diskussion jetzt bald beendet wird, weil er Auswirkungen auf das sportliche Geschehen befürchtet. Dieses Thema mit reichlich Konfliktpotenzial in sportlich ohnehin stürmischen Zeiten sei „auch belastend“, räumte der Schalker Manager ein.


Der frühere Schalker Jens Lehmann, der auch schon als möglicher externer Berater ins Gespräch gebracht wurde, stellte bei „Sport1“ klar: „Zeit hätte ich, ob ich Lust hätte, weiß ich nicht. Aber Schalke hat mich seit 20 Jahren nicht mehr angerufen.“

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