Für den FC Schalke 04 endet die Bundesliga-Saison mit einer Horror Serie von 16 Spielen ohne Sieg: Beim SC Freiburg verlor das Team von David Wagner mit 0:4 (0:2). Hier unsere Einzelkritik.

Gelsenkirchen

, 27.06.2020, 17:56 Uhr / Lesedauer: 3 min

Alexander Nübel: Bekam in der ersten Halbzeit drei Schüsse aufs Tor - zwei waren drin, den dritten musste er halten. An den Gegentreffern war er relativ machtlos, hatte allerdings auch nicht das Glück, wie beispielsweise beim 2:0, als ihm die Sicht komplett versperrt war, einfach mal an der richtigen Stelle zu stehen. Genauso trostlos wie seine Bilanz in der ersten Halbzeit war auch seine Ausbeute in der zweiten Hälfte. Kurz vor Schluss immerhin noch ein guter Reflex gegen Grifo. Kein schönes Abschiedsspiel für ihn. - Note: 4,5



Timo Becker: Das erste Gegentor fiel über seine rechte Seite - allerdings war er in der Szene nicht der einzige Schalker, dem alles viel zu schnell ging, als die Freiburger direkt mit nur jeweils einem Ballkontakt kombinierten. Das Engagement konnte man Becker auch in Freiburg nicht absprechen. An seiner Torschuss-Technik muss er noch feilen, wie ein Versuch kurz vor der Halbzeitpause bewies. Wurde in der Halbzeit ausgewechselt. - Note: 4,5

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Ozan Kabak: Hatte einige ganz starke Zweikampf-Szene, als er seine Freiburger Gegenspieler regelrecht ins Leere laufen ließ und abschüttelte. Konnte beim 0:1 allerdings auch nicht Schritt halten mit der schnellen SCF-Kombination, auch im Pass-Spiel nicht immer sicher. Wurde in der Halbzeit ebenfalls ausgewechselt. - Note: 4,0


Bastian Oczipka: Die Innenverteidiger-Position ist nicht seine - trotzdem muss von einem Routinier wie ihm erwartet werden können, dass er sich in bestimmten Situationen geschickter verhält. Beim Tor zum 3:0 durch Lucas Höler war sein Eingreifen eher bescheidener Natur, auch beim 0:4 kam er als letztes Glied der Fehlerkette einen Schritt zu spät. Im Spiel nach vorn fand er so gut wie gar nicht statt, er hatte hinten allerdings auch genug zu tun. - Note: 5

An den Gegentreffern war Alexander Nübel relativ machtlos, hatte allerdings auch nicht das Glück einfach mal an der richtigen Stelle zu stehen.

An den Gegentreffern war Alexander Nübel relativ machtlos, hatte allerdings auch nicht das Glück einfach mal an der richtigen Stelle zu stehen. © picture alliance/dpa

Juan Miranda: War in den ersten 30 Minuten überraschend gut im Spiel, hielt endlich auch einmal körperlich dagegen. Mit zunehmender Spieldauer baute allerdings auch eher ab - allerdings ist er dann auch kein Spieler, von dem in der aktuellen Situation erwartet werden kann, dass er das Ruder rumreißt. - Note: 4,5

Weston McKennie: Hatte mit einem Kopfball die Chance zur Schalker Führung, allerdings ging der Ball neben das Freiburger Tor. Bemühte sich nach Leibeskräften, die Löcher im Schalker Defensivspiel zu stopfen, was dann allerdings immer mehr zur unmöglichen Mission wurde - erst recht nach dem Freiburger 3:0 direkt nach Wiederanpfiff. -Note:4,0

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Bundesliga, 34. Spieltag: SC Freiburg – Schalke 04 0:4 (0:2)

Der FC Schalke 04 verliert beim SC Freiburg mit 0:4 (0:2)
27.06.2020
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Der Freiburger Dominique Heintz (l) nimmt dem Schalker Rabbi Matondo den Ball ab. Foto: Uli Deck/dpa © picture alliance/dpa
Der Freiburger Dominique Heintz (r) nimmt dem Schalker Daniel Caligiuri den Ball ab. Foto: Uli Deck/dpa© picture alliance/dpa
Der Freiburger Luca Waldschmidt (l) erzielt den Treffer zum 1:0 neben Alessandro Schöpf von Schalke. Foto: Uli Deck/dpa© picture alliance/dpa
Die Freiburger bejubeln den Treffer zum 1:0 durch Luca Waldschmidt (M), mit Lucas Höler (3.v.r.), Christian Günter (l) und Vincenzo Grifo (r). Foto: Uli Deck/dpa© picture alliance/dpa
Die Freiburger Mannschaft bejubelt den Treffer zum 2:0 durch Jonathan Schmid (3.v.r.). Foto: Uli Deck/dpa© picture alliance/dpa
Der Schalker Trainer David Wagner steht am Spielfeldrand. Foto: Uli Deck/dpa© picture alliance/dpa
Der Freiburger Lucas Höler (r) erzielt den Treffer zum 3:0. Der Schalker Torwart Alexander Nübel (M) muss dem Ball nachschauen. Foto: Uli Deck/dpa© picture alliance/dpa
Der Schalker Trainer David Wagner (M) steht während einer Trinkpause bei seiner Mannschaft und gibt Instruktionen. Foto: Uli Deck/dpa© picture alliance/dpa
Der Freiburger Dominique Heintz (l) schaut dem Schalker Daniel Caligiuri beim Kopfball zu. Foto: Uli Deck/dpa© picture alliance/dpa
Der Schalker Daniel Caligiuri (l) kommt vor dem Freiburger Dominique Heintz (r) an den Ball. Foto: Uli Deck/dpa© picture alliance/dpa
Der Freiburger Trainer Christian Streich (r) verabschiedet sich nach Spielende von dem Schalker Bastian Oczipka. Freiburg gewann 4:0. Foto: Uli Deck/dpa© picture alliance/dpa

Daniel Caligiuri: Wenn es denn seine Abschiedsvorstellung im Schalker Trikot war - er wechselt ja voraussichtlich nach Augsburg - war es eine sehr traurige. Anfangs noch ganz gut im Spiel fand er nach den Freiburger Toren eins und zwei immer weniger statt. In dieser Verfassung, so deutlich muss man das sagen, wird er für Schalke kein großer Verlust sein. Schade - denn er kann es ja besser, das hat er oft genug gezeigt. -Note:4,5

Alessandro Schöpf: War erneut kaum zu sehen, beim 0:1 war auch er wie einige andere Kollegen nicht vollständig im Bilde. Verstand es erneut nicht, dem Schalker Spiel Impulse zu verleihen, außer in der ordentlichen Anfangsphase tauchte er unter. Dabei bräuchte es kreative Ideen ja gerade auch dann, wenn eine Mannschaft zurückliegt - doch dafür war Schöpf auch in Freiburg nicht zuständig. -Note:4,5

Anfangs noch ganz gut im Spiel fand Daniel Caligiuri: nach den Freiburger Toren eins und zwei immer weniger statt

Anfangs noch ganz gut im Spiel fand Daniel Caligiuri: nach den Freiburger Toren eins und zwei immer weniger statt © picture alliance/dpa

Can Bozdogan: Machte zwar auch seine Fehler, sah beispielsweise beim 2:0 für Freiburg den Torschützen Jonathan Schmid zu spät, um ihn wirkungsvoll attackieren zu können. Machte mit guten Linksschüssen auf sich aufmerksam, sein Versuch in der 13. Minute hätte ihm fast sein erstes Bundesliga-Tor beschert, aber Freiburgs Torhüter Flekken parierte. Wegen einer starken ersten halben Stunde war Bozdogan so etwas wie ein Gewinner aus Schalker Sicht - wenn man nach einer 0:4-Niederlage überhaupt davon sprechen kann. -Note: 3,5

Rabbi Matondo: Bereitete den Freiburger Verteidigern in der Anfangsphase so einiges an Kopfzerbrechen. Wenn er lossprintete, musste die SCF-Deckung oft mit vereinten Kräften auf der Hut sein, um ihn zu stoppen. Dass auch der walisische Nationalspieler im Laufe des Spiels immer mehr abtauchte, machte ihn nicht zum Einzelfall - nach dem 0:3 war schließlich aus dem kompletten Schalker Spiel die Luft raus. -Note: 4,0


Ahmed Kutucu: Dass er in der Halbzeit ausgewechselt wurde und Benito Raman für ihn ins Spiel kam, war keine Überraschung. Im Gegensatz zu Matondo verpasste es Kutucu auch in der guten Schalker Phase, sich in Szene zu setzen. Lediglich beim frühen Anlaufen der Freiburger Abwehrspieler verdiente sich Kutucu Fleißkärtchen. Torgefahr strahlte er nicht aus. - Note: 5

Eingewechselt: Benito Raman (46. für Kutucu): Ist nur noch ein Schatten seiner guten Phase in der Hinrunde. Kam allerdings in ein Spiel, das kurz nach seiner Einwechslung bereits gelaufen war. - Note: 4,5. - Malick Thiaw: War kaum im Spiel, da fiel auch schon das 3:0. Die Verunsicherung konnte er danach nicht mehr ablegen. - Note: 5,0. Nassim Boujellab: Auch er konnte nach seiner Einwechslung kaum positiv auf sich aufmerksam machen. - Note: 4,5.

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Schalke verliert beim SC Freiburg 0:4

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