Schalke hat sich bereits für das Achtelfinale der Königsklasse qualifiziert. Das könnte Konsequenzen haben im sportlich bedeutungslosen Heimspiel gegen Lokomotive Moskau.

Gelsenkirchen

, 29.11.2018, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn der FC Schalke 04 am 11. Dezember Lokomotive Moskau empfängt, geht es für die Gastgeber im letzten Champions-League-Spiel der Gruppenphase abgesehen von der Siegprämie von 2,7 Millionen Euro nur noch um die „goldene Ananas“. Sportlich ist die Qualifikation für das Achtelfinale bekanntlich bereits unter Dach und Fach.

Diese Konstellation droht Auswirkungen auf das Zuschauerinteresse in der Veltins-Arena zu haben. Denn nach Informationen dieser Zeitung sind bisher nur der Unterrang der Nordkurve, wo die treuesten Schalker Fans stehen, und der Gästeblock ausverkauft.

Ungewöhnliche Entwicklung

Ansonsten ist es möglich, noch Karten in allen Kategorien zu erwerben. Und zwar so reichlich, dass eine neue Minuskulisse in der Geschichte der Schalker Champions-League-Heimspiele droht. Das ist für Schalker Verhältnisse eine ungewöhnliche Entwicklung.

Schon zum Auftakt der Königsklasse gab es beim Schalker Vorstand erstaunte Gesichter. Denn nie zuvor strömten bei einem Champions-League-Heimspiel des FC Schalke 04 weniger Menschen in die Arena als beim ersten Auftritt in der Königsklasse seit dreieinhalb Jahren. Nur 45.775 Zuschauer wollten die Rückkehr der Schalker in der Champions League gegen den FC Porto sehen. Das Fassungsvermögen bei internationalen Spielen in der Veltins-Arena beträgt 54.740 Zuschauer.

Ausverkauftes Stadion ist kein Selbstläufer mehr

Gegen Moskau könnte diese Marke noch unterboten werden, obwohl diese Partie im Gegensatz zum Porto-Heimspiel (21 Uhr) bereits um 18.55 Uhr angepfiffen wird. Doch selbst die familienfreundlichere Anstoßzeit hält offenbar viele Anhänger vom Besuch dieser Begegnung ab. Was womöglich auch mit der wenig attraktiven Spielweise der Gastgeber in dieser Saison zusammenhängt. Ein Selbstläufer in Sachen Zuschauerzahl scheinen Champions-League-Spiel für Schalke zurzeit nicht zu sein.

Das Heimspiel gegen Galatasaray Istanbul war zwar ausverkauft, aber das war wohl auch größtenteils dem großen Interesse der türkischen Fußballfans geschuldet. Bisher gab es nur vier Europacup-Heimspiele, die noch schlechter besucht waren als gegen Porto. In allen Fällen handelt es sich um Begegnungen in der Europa League.

42.210 Fans waren bisher Europacup-Minusrekordkulisse

In der Saison 2015/2016 sahen 42.447 Zuschauer den 4:0-Erfolg gegen Asteras Tripolis, 43.117 das 1:0 gegen APOEL Nikosia und 45.308 das Zwischenrunden-Aus gegen Schachtar Donezk (0:3). Die Europacup-Minusrekordkulisse stammt vom 3. November 2016, als nur 42.210 Zuschauer den 2:0-Sieg gegen den FC Krasnodar sehen wollten.

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