Heimspiel für Schalke-Trainer David Wagner

Schalke 04

Wenn der FC Schalke 04 am Sonntag (18 Uhr, Sky) in Mainz antritt, hat diese Partie für David Wagner einen gewissen Heimspielcharakter.

Gelsenkirchen

, 14.02.2020, 19:28 Uhr / Lesedauer: 2 min
Heimspiel für Schalke-Trainer David Wagner

Freut sich auf die Rückkehr nach Mainz: Schalke-Trainer David Wagner. © dpa

Denn in der rheinhessischen Karnevalshochburg stand er vier Jahre als Bundesligaspieler unter Vertrag. „In Mainz bin ich gefühlt zum Profi geworden“, erzählte der 48-Jährige am Freitag im Rahmen der Schalker Pressekonferenz. Von 1991 bis 1995 spielte er für den damaligen Zweitligisten, wo ihm in 94 Spielen 18 Tore gelangen.


Dass er Mainz im weiteren Karriereverlauf nicht aus den Augen verlor, hat familiäre Gründe. In Mainz lernte Wagner seine spätere Ehefrau Judith kennen, viele Familienmitglieder leben noch in der Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz.


Fünf Punkte aus vier Rückrundenspielen


Dort wird sich der Schalker Trainer am Sonntag aber weniger darauf konzentrieren, dass er einige Freunde und Bekannte wiedertreffen wird, sondern auf ein wichtiges Bundesligaspiel für beide Mannschaften. Die Gastgeber stecken als Tabellenfünfzehnter im Abstiegskampf, während Schalke um die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb kämpft.


Aus den ersten vier Rückrundenpartien holten die Blau-Weißen fünf Punkte, eine ordentliche Bilanz, die jedoch kein Ruhekissen darstellt. Wie erwartet hat sich die Personallage bei den Schalkern nicht grundlegend verändert. Neben den langzeitverletzten Spielern (Salif Sané, Benjamin Stambouli und Daniel Caligiuri) schmerzt die Königsblauen besonders der Ausfall von Suat Serdar. „Es ist keine schwerwiegende, aber schmerzhafte Angelegenheit,“ sagte Wagner. Im Pokalspiel gegen Berlin Ende Januar hatte Serdar eine Sprunggelenksverletzung erlitten, laut Schalke eine Prellung. Das Problem sei das „Schmerzempfinden nach Belastung“, so der Schalker Trainer, der hofft, dass der torgefährliche Mittelfeldspieler im nächsten Heimspiel gegen RB Leipzig zur Verfügung steht.


Training am Freitag ohne Fünf

Serdar wäre zu gern in Mainz dabei gewesen, denn dort spielte er seit der Jugend zehn Jahre lang und entwickelte erste hoffnungsvolle Karriereschritte, sodass ihn 2018 die Königsblauen für 10,5 Millionen Euro verpflichteten.


Eine gute Personalnachricht gab es für Wagner aber auch, nämlich die Rückkehr von Jonjoe Kenny ins Mannschaftstraining, sodass dem Einsatz des jungen Briten in Mainz auf der rechten Abwehrseite nichts entgegensteht. Allerdings fehlte Kenny am Freitagabend beim Training auf dem Platz genauso wie Alessandro Schöpf, Matija Nastasic, Weeston McKennie und Bastian Oczipka. Alle fünf aus Gründen der Belastungssteuerung.


Neue Chance für Todibo

Dagegen verzeichnet Ozan Kabak nach seiner im Spiel gegen Paderborn erlittenen Zerrung zwar Tag für Tag große Fortschritte in der Reha, doch ob die Zeit bis Sonntag ausreicht, ist mit einem großen Fragezeichen zu versehen. Am Freitag trainierte der 19-Jährige individuell mit einem Athletiktrainer.



Sollte der Abwehrchef weiter ausfallen, bekommt Jean-Clair Todibo die nächste Bewährungschance. „Die Halbzeit gegen Berlin war eine sehr wichtige für ihn“, sagte Wagner. „Er hat ein Gefühl für den Fußball in Deutschland bekommen, der Einsatz gegen Paderborn war ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.“ Das in der Winterpause vom FC Barcelona ausgeliehene Talent verfüge über „großes Potenzial“, glaubt sein Mannschaftskamerad Matija Nastasic. Das gelte auch für Ozan Kabak. Deshalb mache es keinen großen Unterschied, wer spielt.


Die Leistungskurve von Todibo, der bisher 98 Minuten für die Königsblauen zum Einsatz kam, zeigte zuletzt nach oben. Bei seinem Startelf-Debüt im DFB-Pokal gegen Hertha BSC Berlin wirkte er noch etwas unsicher und wurde in der Halbzeit ausgewechselt. Gegen Paderborn steigerte er sich und gewann 80 Prozent seiner Zweikämpfe. Schalke könnte den Franzosen am Saisonende per Kaufoption für 25 Millionen Euro verpflichten. Deshalb steht der Verteidiger in den restlichen Pflichtspielen unter besonderer Beobachtung.

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