Ex-Schalker Benjamin Goller hat in Bremen schnell Fuß gefasst

Schalke 04

Wenn Schalke am Samstag in Bremen antritt, gibt es ein Wiedersehen mit einem ehemaligen Königsblauen, der sich an der Weser prächtig entwickelt hat. Benjamin Goller hat seine Chance genutzt.

Gelsenkirchen

, 21.11.2019, 15:13 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ex-Schalker Benjamin Goller hat in Bremen schnell Fuß gefasst

Kambeim FC Schalke 04 gegen Lokomotive Moskau in der Champions League zum Einsatz: Benjamin Goller. © dpa

Auf sechs Bundesligaeinsätze hat es der Youngster schon gebracht. Am vierten Spieltag feierte der gebürtige Reutlinger beim 2:1-Sieg der Bremer gegen Union Berlin seine Premiere – allerdings fast unbemerkt erst in der Nachspielzeit. „Es war zwar nur ein kurzer Einsatz bei Union Berlin, aber es war ein tolles Gefühl, auch wenn das Spiel in der Schlussphase sehr hektisch war. Die Hauptsache war am Ende, dass wir drei Punkte mitnehmen konnten“, erzählt Goller.



Drei Jahre hat er auf Schalke gespielt, erst zwei in der A-Jugend unter Trainer-Legende Norbert Elgert, dann ein Jahr im Seniorenbereich im Wechsel zwischen Bundesliga- und Oberliga-Mannschaft. Zu einem Bundesligaeinsatz im Schalker Trikot reichte es zwar nicht, dafür war Goller aber einmal für die Blau-Weißen sogar in der Champions League gegen Lokomotive Moskau im Einsatz.



„Umfeld etwas ruhiger“



Im Sommer 2019 entschloss er sich dann zum ablösefreien Wechsel nach Bremen. Goller: „Ich hatte sehr gute Gespräche mit Trainer Florian Kohfeldt und den Verantwortlichen von Werder. Die Perspektive, die mir aufgezeigt worden ist, hat mich überzeugt. Daher habe ich mich für Werder entschieden“, so der 20-Jährige, der auch schon für deutsche Auswahlmannschaften von der U18 bis zur U20 aktiv war.



Zwischen beiden Bundesligavereinen sieht Goller mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede: „Es sind beides große Klubs, mit großer Tradition und tollen Fans. In Bremen scheint mir das Umfeld etwas ruhiger als auf Schalke“.


Vertrauen von Kohfeldt


Der Offensivspieler lässt sich auch nicht davon aus der Ruhe bringen, dass Bremen nun schon seit sieben Bundesligaspielen in Folge sieglos ist. „Die Atmosphäre in der Mannschaft ist weiterhin gut, was daran liegt, dass wir alle von unserem Weg überzeugt sind. Auch im Verein und im Trainerteam gehen alle ruhig mit der aktuellen Situation um. Wir vertrauen in unsere Stärke, nehmen die aktuelle Situation aber ernst“, betont der 20-Jährige, der seine persönlichen Ziele in seiner ersten Profisaison so skizziert: „Ich werde mich weiter über das Training anbieten, um regelmäßig im Kader für die Spieltage zu sein und will so viele Einsatzminuten bekommen, wie es geht. Ich weiß aber, dass ich dafür jeden Tag hart arbeiten muss“.



Goller hat die Unwägbarkeiten des Profifußballs in dieser Saison bereits kennengelernt. Zu Beginn der Vorbereitung durfte er bei den Profis mittrainieren, obwohl er eigentlich zunächst für die U23 vorgesehen war, und gehörte schnell zu den auffälligsten Akteuren. Bis ihn eine Muskelverletzung für fünf Wochen stoppte.


90 Minuten gegen RB Leipzig gespielt



Doch danach kehrte er stark zurück. Gegen RB Leipzig durfte er sogar 90 Minuten durchspielen. Goller freut sich über das Vertrauen von Trainer Kohfeldt, der sich trotz der schwierigen sportlichen Situation nicht verändert habe. Goller: „Er spricht viel mit den Spielern, wir arbeiten intensiv an den Themen, die uns bei den Spielen in Schwierigkeiten gebracht haben, arbeiten aber ebenfalls weiter an den Dingen, die unser Spiel auszeichnen“.



Beim Wiedersehen mit Schalke freut sich Goller besonders auf Ahmed Kutucu, „mit ihm habe ich in der U19 bei Schalke gespielt“. Seinen Ex-Verein sieht er auf einem guten Weg. „Schalke ist mit dem neuen Trainer zu alter Stärke zurückgekehrt und macht es bislang gut“, sagt Goller.

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