Enttäuschte Schalker spotten über die Video-Assistenten

Schalke 04

Nach dem 0:0 gegen den BVB war die Schalker Stimmung gespalten. Der Freude über eine gute Leistung stand die Enttäuschung über das Remis entgegen. Hinzu kam Spott für die Video-Assistenten.

Gelsenkirchen

, 26.10.2019, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Enttäuschte Schalker spotten über die Video-Assistenten

Gute Leistung, enttäuschte Gesichter: Caligiuri (r.) und Co. bedanken sich für die Fanunterstützung. © dpa

Chancen genug waren für die Gastgeber vorhanden, den Sieg im Revierderby unter Dach und Fach zu bringen. „Wir haben das Spiel dominiert, das hat jeder gesehen“, bilanzierte Suat Serdar. „Wir können stolz auf unsere Leistung sein, wenn man die Entwicklung der Mannschaft sieht. Jetzt spielen wir einen ganz anderen Fußball als in der Vorsaison“, ergänzte der Nationalspieler.



Doch mit dem Toreschießen haperte es weiterhin. Die besten Gelegenheiten ließen Salif Sané (Kopfball an die Latte), Suat Serdar (Innenpfosten) und Rabbi Matondo (Schlenzer am Tor vorbei) aus. Doch dem 19-Jährigen wurden aus dem Mannschaftskreis keine Vorwürfe gemacht. „Bei seinen Möglichkeiten hat Rabbi wohl zu viel überlegt. Aber das wird er noch lernen“, glaubt Caligiuri.




Wagner ist „ein bisschen enttäuscht“


Auch Schalke-Trainer David Wagner bilanzierte die Partie zwiegespalten. „Es war – bis auf die fehlenden Tore – ein rassiges Derby. Die Jungs haben das gut gemacht, intensiv und aggressiv. Da war viel Energie von unserer Seite drin. Wenn man die 90 Minuten betrachtet, hatten wir die größeren Chancen. Wir sind total einverstanden mit der Leistung. Aber auch ein bisschen enttäuscht, weil wir die drei Punkte nicht geholt haben.“

Betrachtet man die letzten Spiele rein ergebnistechnisch, so kann Schalke nicht zufrieden sein. Dem 1:1 gegen den 1. FC Köln folgte das 0:2 gegen Hoffenheim und jetzt die Nullnummer gegen Dortmund. Zwei Punkte aus drei Spielen lautet also die magere Bilanz.


Umstrittenes Handspiel


Für Caligiuri ist das jedoch kein Grund, Trübsal zu blasen. „Wenn wir weiter so konzentriert arbeiten, wird auch das Glück zurückkommen“, davon ist der 31-Jährige überzeugt.

Benachteiligt fühlte sich Schalke in der 59. Minute, als der eingewechselte Thorgan Hazard den Ball nach einem Eckball von Bastian Oczipka an den ausgefahrenen Arm bekam. Doch Schiedsrichter Dr. Felix Brych schaute sich die Szene nicht einmal an. Der Unparteiische hatte zwar Kontakt mit den Video-Assistenten im Kölner Keller, doch dieser beurteilte diese Szene offenbar anders. Caligiuri: „Ich habe Mats Hummels und Raphael Guerreiro auf die Szene angesprochen. Beide haben eingeräumt, dass es ein Handspiel war“. Schalkes Lizenzspiel-Koordinator Sascha Riether spottete: „Da war es wohl im Kölner Keller dunkel“...