Domenico Tedesco will den Mainz-Schwung mit nach Moskau nehmen

Schalke 04

Die Statistik macht Mut – vor dem Champions-League-Spiel bei Lokomotive Moskau ist Schalkes Russland-Bilanz makellos. Ganz so viel Aussagekraft hat die Statistik allerdings nicht.

Gelsenkirchen/Moskau

, 02.10.2018, 20:27 Uhr / Lesedauer: 2 min
Domenico Tedesco will den Mainz-Schwung mit nach Moskau nehmen

„Wir müssen in Moskau eine super Leistung abliefern.“ - Schalke-Trainer Domenico Tedesco vor seinem zweiten Champions-League-Spiel. © dpa

Denn es gab erst ein einziges Kräftemessen der Königsblauen mit einer russischen Mannschaft im Europapokal: In der Saison 2016/17 bezwang Schalke in der Gruppenphase der Europa League FK Krasnodar mit 1:0 im Hin- und mit 2:0 im Rückspiel in der Veltins-Arena.

Schalke will gute Ausgangslage schaffen

Ein „Dreier“ in Moskau – und die Schalker Welt würde trotz des miserablen Saisonstarts in der Bundesliga wieder ein wenig besser aussehen. Dann hätte sich die Mannschaft von Trainer Domenico Tedesco nämlich eine sehr gute Ausgangsposition verschafft, um in der Champions League das Achtelfinale zu erreichen – gleichzeitig würde ein Sieg auch Rückenwind für das Bundesliga-Spiel in Düsseldorf geben.

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Als die Schalker Delegation am Dienstagmorgen am Flughafen Münster/Osnabrück für HiFly-Flug Nr. 5M6222 nach Moskau eincheckte, fehlten zwei Spieler, die beim ersten Bundesliga-Sieg der Saison gegen Mainz noch zur Start-Elf gehört hatten: 1:0-Siegtorschütze Alessandro Schöpf konnte die Reise nach Moskau wegen eines Infekts nicht mitmachen, Amine Harit blieb wegen einer Oberschenkelzerrung zu Hause. Tedesco, der in „Englischen Wochen“ ohnehin gern rotiert, wird zu zwei Wechseln also schon mal „gezwungen“. Allerdings ist zu erwarten, dass er ohnehin mehrfach umstellt.

Sonderlob von Tedesco für Guido Burgstaller

Ein Kandidat für die Anfangsformation ist Naldo, der zuletzt zwei Mal nur auf der Bank saß. Auch Embolo, Huth und McKennie rechnen sich gute Chancen aus, von Beginn an dabei zu sein. Guido Burgstaller wird wohl erneut in der Start-Elf stehen – der Österreicher, der sich in dieser Saison erstaunlich oft mit einem Teilzeit-Job begnügen muss, bekam von Tedesco für seinen aufopferungsvollen Einsatz gegen Mainz ein Sonderlob.

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Das Schalker Abschlusstraining in Moskau

02.10.2018
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Bilder des Schalker Abschlusstrainings vor dem Champions-League-Spiel in Moskau.© dpa
Bilder des Schalker Abschlusstrainings vor dem Champions-League-Spiel in Moskau.© dpa
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Bilder des Schalker Abschlusstrainings vor dem Champions-League-Spiel in Moskau.© dpa
Bilder des Schalker Abschlusstrainings vor dem Champions-League-Spiel in Moskau.© dpa

Porto, Istanbul, Moskau, Schalke – in dieser Champions-League-Gruppe begegnen sich vier Mannschaften auf Augenhöhe. Kein Wunder, dass die Trainer der jeweils anderen Mannschaft großen Respekt zollen. „Es wird ein ernsthaftes Spiel“, glaubt Moskaus Trainer Juri Semin, während Tedesco glaubt, „dass wir in Moskau eine super Leistung abliefern müssen“. Davon gab es in dieser Saison auf Schalke noch nicht allzu viele, also gibt S04-Manager Christian Heidel trotz des „Befreiungsschlages“ im Mainz-Spiel den Mahner: „Es gibt ja jetzt keinen Automatismus, dass wir auch das nächste Spiel gewinnen.“

Höwedes könnte Tedesco in die Champions-League-Suppe spucken

Das verhindern will auf alle Fälle Benedikt Höwedes – erstmals in seiner Karriere spielt er heute gegen „seinen“ FC Schalke 04, bei dem er von Tedesco im Prinzip „abserviert“ wurde. „Reisende soll man nicht aufhalten“, hatte Schalkes Trainer dem Schalker Publikumsliebling noch hinterher gerufen, was Höwedes via Twitter so konterte: „Reisende kann man aufhalten. Wenn man will...“

Natürlich ist das über ein Jahr her und genauso selbstverständlich betonen beide „Parteien“, dass da nichts hängen geblieben ist – aber der ehrgeizige Höwedes hätte wohl nichts dagegen, seinem Ex-Trainer heute kräftig in die Champions-League-Suppe zu spucken. Höwedes kennt Schalke in- und auswendig – also hat Juri Semin sich vor dem Spiel intensiv mit Höwedes ausgetauscht.

Höwedes: „Es wird merkwürdig sein“

Lokomotive Moskau setzt auf „Spion“ Höwedes, Schalke will den Aufschwung des Mainz-Spiels nutzen – es geht um drei Champions-League-Punkte, aber ein bisschen Fußball-Romantik will sich zumindest Höwedes gönnen: „Gegen Schalke zu spielen wird schon merkwürdig sein.“