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Die lange Liste der Schalker Flops

Schalke 04

Nach einer mehr als enttäuschenden Saison des FC Schalke 04 hat die Zeit der Analysen und Bilanzen begonnen. Zunächst präsentieren wir eine Liste der größten Flops in der Spielzeit 2018/2019.

Gelsenkirchen

, 20.05.2019 / Lesedauer: 3 min
Die lange Liste der Schalker Flops

Nabil Bentaleb sorgte mehr für Schlagzeilen außerhalb des Fußballplatzes. © dpa

Wie konnte es nur dazu kommen? Schalke 04 beendete die Saison 2018/2019 nicht nur als enttäuschender Tabellenvierzehnter, sondern sie feierten auch nur acht Siege. Nie waren es in einer Bundesligasaison mit 34 Spieltagen weniger. Dass die Königsblauen auch noch das schwächste Heimteam der Liga waren und nur 15 Punkte vor eigenem Publikum holten, passte ins triste Bild.

Schuld an dieser alarmierenden Entwicklung waren wesentlich die Spieler. Hier eine Liste der größten Flops in dieser Spielzeit, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Heidel und seine Fehlgriffe

Nabil Bentaleb: Der Mittelfeldspieler ist mit großem Talent gesegnet, doch er nutzt es nicht. Weder Domenico Tedesco noch Huub Stevens bekamen die Eskapaden des algerisch-französischen Nationalspielers in den Griff. Stevens suspendierte Bentaleb gleich zweimal innerhalb weniger Wochen, doch dem 24-Jährigen scheint das alles nichts auszumachen.

Ob der neue Trainer David Wagner den introvertierten Mittelfeldakteur in den Griff bekommt? Oder ergreift Bentaleb die Flucht? Schlecht für Schalke: Sein Vertrag läuft noch bis 2021, und Interessenten werden sicherlich nicht Schlange stehen...

Rudy ist nur ein Mitläufer

Hamza Mendyl: Was sich Ex-Schalke-Manager Christian Heidel dabei dachte, Im August 2018 den Linksverteidiger zu verpflichten und gleich mit einem Fünfjahres-Vertrag auszustatten, bleibt eines der großen Mysterien der Schalker Transferpolitik. Mendyl ist schnell - aber sonst? Dass er wie Bentaleb auch von Stevens suspendiert wurde, wird seinen Marktwert bestimmt nicht erhöhen. Bisher ist der Transfer des Marokkaners einer der größten Fehler der jüngeren Schalker Transferpolitik.

Sebastian Rudy: Der „Königstransfer“ der vergangenen Saison hat sich bisher allenfalls als Mitläufer präsentiert. Vor allem im Zweikampfverhalten hat der Nationalspieler unübersehbare Schwächen gezeigt. Negativer Höhepunkt für Rudy in seiner bisherigen Schalke-Zeit war die Bundesligapartie bei seinem Ex-Klub FC Bayern München, wo er von Domenico Tedesco bereits nach 33 Minuten ausgewechselt wurde.

Neuer Anlauf unter Trainer Wagner?

Auch der Trainerwechsel von Tedesco zu Stevens brachte dem 29-Jährigen keinen Leistungsschub, der im vergangenen Sommer für 16,5 Millionen Euro vom FC Bayern München nach Gelsenkirchen gewechselt war. Ein erneuter Vereinswechsel ist für Rudy, dessen Vertrag noch bis zum 30. Juni 2022 läuft, jedoch kein Thema. Schalke bleibt nur die Hoffnung, dass der neue Trainer David Wagner mehr mit Rudy anfangen kann, als seine Vorgänger.

Amine Harit: 31 Bundesligaeinsätze, drei Tore und sieben Torvorlagen - das erste Jahr beim FC Schalke 04 konnte sich für Amine Harit durchaus sehen lassen. Von der Deutschen Fußball-Liga wurde der junge Stürmer als bester Nachwuchsspieler ausgezeichnet. Dann kam es Ende Juni 2018 in Marrakesch zu einem Straßenverkehrsunfall mit Todesfolge, an dem Harit als Fahrer beteiligt war.

Große technische Schwächen

Danach war nichts mehr so für Harit, wie es war. Bis heute steckt der Angreifer im Leistungstief und hat nur noch einen Stammplatz auf der Ersatzbank.

Breel Embolo: Auch wenn ihm fünf Tore und vier Assists in der gerade abgelaufenen Saison gelangen, der Schweizer Nationalspieler wartet auch in seinem dritten Schalke-Jahr auf den großen Durchbruch. Die schwere Verletzung, die sich Embolo in der Saison 2016/2017 zuzog und ihn weit zurückwarf, kann nicht mehr als Entschuldigung für technische Schwächen und ungewöhnliche Laufwege angeführt werden.

Der teuerste Transfer der Schalker Vereinsgeschichte (22,5 Millionen Euro) hat sportlich nicht so eingeschlagen wie erhofft. Das lässt sich nicht mehr wegdiskutieren. Wie Embolo die eigenen Leistungen beurteilt, ist nicht bekannt, weil er seit Monaten einen großen Bogen um deutsche Journalisten macht.