Die Achterbahnfahrt des Schalker Innenverteidigers Matija Nastasic

Schalke 04

Matija Nastasic hat sich seinen Stammplatz zurückerkämpft. Der Serbe hat keine einfachen Wochen hinter sich. Nun harmoniert er gut in der Innenverteidigung mit Ozan Kabak.

Gelsenkirchen

, 02.12.2019, 18:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Achterbahnfahrt des Schalker Innenverteidigers Matija Nastasic

© Foto: NBM

Sein viertes Jahr beim FC Schalke 04 verlief für Matija Nastasic bisher sehr ungewöhnlich. Stammspieler, Bankdrücker, Stammspieler – so könnte man den Karriereverlauf des Serben im bisherigen Saisonverlauf auf den Punkt bringen.

Die neue Spielzeit begann zunächst für den 26-Jährigen, wie die alte aufgehört hatte: Nastasic stand natürlich zum Bundesliga-Auftakt in Mönchengladbach in der Schalker Startformation und bildete mit Benjamin Stambouli die Innenverteidigung, was auch gut danach harmonierte. Doch vor dem Heimspiel gegen Hertha BSC musste Nastasic passen. Eine Erkältung ließ seinen Einsatz nicht zu.


Fortan sah sich der Innenverteidiger mit einer für ihn ungewohnten Situation konfrontiert: Er war nur noch Bankdrücker. Stambouli und Salif Sané bildeten fortan die Innenverteidigung, und weil das bestens harmonierte, musste Nastasic draußen bleiben. „Ich konnte den Trainer verstehen. Die Mannschaft spielte gut, es gab keinen Grund zu wechseln“, räumte der 26-Jährige ein.


Gespräch mit David Wagner


Das Gespräch mit Wagner suchte er dennoch, um seinem Coach zu versichern, dass er geduldig auf seine Chance warten würde. Die ergab sich zunächst jedoch nicht, weil sich Nastasic einige Wochen mit einer Achillessehnenreizung herumschlagen musste. „Das war sehr schmerzhaft. Aber ich musste pausieren, weil ich der Mannschaft in dieser Phase nicht helfen konnte“, sagte der Verteidiger.





Die Länderspielpause Anfang November nutzte Nastasic dann, um der Achillessehne noch mehr Schonung zu gönnen. In der zweiten Novemberwoche stieg er dann wieder ins Mannschaftstraining ein.




Lob für Ozan Kabak



Beim 2:1-Erfolg in Bremen feierte der Serbe ein Comeback, dass Trainer David Wagner schwer beeindruckte. „Was Matija gespielt hat, war Spitzenklasse. Das war defensiv fehlerfrei, dazu ganz klar im Spielaufbau. Einfach bemerkenswert,“ so der Schalker Coach. Dieses Lob war auch deshalb begründet, weil dem Serben eigentlich jeglicher Wettkampfrhythmus fehlte, da er seit September nur eine Minute im DFB-Pokal bei Arminia Bielefeld gespielt hatte. Doch Nastasic zeigte keinerlei Startschwierigkeiten.




Dies ist auch deshalb bemerkenswert, weil der Serbe in der Innenverteidigung mit einem neuen Partner spielt. Ozan Kabak hat die Einsatzchance, die ihm durch die verletzungsbedingten Ausfälle von Stambouli und Sané offeriert wurden, eindrucksvoll genutzt. „Ozan ist jetzt schon ein Top-Spieler, obwohl er noch jung ist. Er hat große Qualitäten und wird uns sehr helfen“, lobte Nastasic.

Man darf gespannt sein, wie sich der Konkurrenzkampf in der Schalker Innenverteidigung entwickelt, wenn Benjamin Stambouli und Salif Sané wieder zur Verfügung stehen.

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