Baba will bei Schalke mehr als nur zuschauen

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Fast alle Schalker Spieler verließen mit einem Lächeln um die Lippen kurz vor Mitternacht am Dienstagabend die Arena. Nur einem Profi war trotz des Sieges nicht nach Feiern zumute

Gelsenkirchen

, 07.11.2018, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Abdul Rahman Baba verließ mit nachdenklicher Miene den Ort des Geschehens. Zuvor hatte er noch eingeräumt, dass er „sehr traurig“ sei. Denn seit Wochen hat der Verteidiger bei den Königsblauen einen Stammplatz, der ihm überhaupt nicht zusagt – er ist Zuschauer auf der Tribüne.

Fast zwei Monate gehört Baba nicht mehr zum Schalker Kader, wenn Trainer Domenico Tedesco seine 18 Spieler für die nächste Partie benennt. „Das ist eine schwierige Situation für mich“, bekennt Baba. Verletzt sei er nicht, er fühle sich fit.

Für den 24-Jährigen reicht es nicht für einen Platz im Kader

Mit Tedesco hat er schon einige Gespräche über seine Lage geführt. Dieser habe ihm erklärt, dass momentan andere Spieler die Nase vorn hätten. Baba akzeptiert die Entscheidung seines Trainers, aber es fällt ihm nicht leicht, Woche für Woche nur Beobachter bei den Spielen zu sein. Selbst als sich mit Hamza Mendyl ein Konkurrent von ihm auf der Linksverteidigerposition verletzte und noch einige Zeit ausfällt, reichte es für den 24-Jährigen nicht für einen Kaderplatz.

Baba will bei Schalke mehr als nur zuschauen

Konkurrenz in den Startlöchern: Nach seiner OP ist Bastian Ozipka, der ebenfalls auf Babas Position spielt, wieder einsatzbereit. © imago

„Ich kann nur versuchen, mich im Training anzubieten. Bei jeder Einheit werde ich weiter Gas geben“, verspricht Baba, der jedoch damit rechnen muss, dass sich der Konkurrenzkampf auf der linken Außenbahn noch verschärfen wird, weil Bastian Oczipka nach seiner Schambeinoperation kurz vor seinem Comeback steht.

Kein Gedanke an einen Abschied von Schalke

Dabei hatte die neue Saison für Baba, dem in den vergangenen zwei Jahren das Verletzungspech hinterherlief, vielversprechend begonnen. Zum Saisonauftakt in der Bundesliga stand er in Wolfsburg in der Schalker Startelf, im nächsten Spiel gegen Hertha BSC wurde er eingewechselt. Doch danach wurde er von Tedesco nicht mehr berücksichtigt.

Baba will nun abwarten, wie es einsatzmäßig für ihn weiter geht. Bis zum 30. Juni 2019 ist er noch vom FC Chelsea ausgeliehen. Schalke bereits in der Winterpause zu verlassen, daran verschwendet der Nationalspieler Ghanas noch keinen Gedanken.

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