Die jüngsten Ergebnisse haben den Schalke-Fans viel Freude bereitet. Dennoch: S04 tut gut daran, den Ball flach zu halten. Vor allem im spielerischen Bereich gibt es noch Luft nach oben.

Düsseldorf

, 08.10.2018, 13:06 Uhr / Lesedauer: 2 min

Drei Pflichtspielsiege hintereinander können sich sehen lassen. Der katastrophale Fehlstart mit fünf Bundesliga-Niederlagen in Folge ist erst einmal in den Hintergrund gerückt. Vier Punkte aus den ersten beiden Champions-League-Partien sind eine gute Grundlage, um in der Königsklasse zu überwintern.

Spielerisch war das aber noch nichts. Das zeigte vor allem die erste Halbzeit beim Aufsteiger in Düsseldorf, die nichts für Fußball-Feinschmecker war. Viel Leerlauf, viele Fehlpässe, wenig Durchschlagskraft und kaum Kreativität sorgten dafür, dass die Düsseldorfer Abwehr kaum in Verlegenheit geriet. Deshalb blieb Trainer Domenico Tedesco hinterher auch vorsichtig bei der Beantwortung der Frage, ob Schalke nun die Kehrtwende geschafft und die Rückkehr auf die Erfolgsspur gelungen sei. Abwarten, so der Schalker Trainer sinngemäß, noch sei es zu früh für eine Prognose.

Im Mittelfeld und Angriff passt‘s noch nicht

Denn auch dem 33-Jährigen wird nicht verborgen geblieben sein, dass in Mittelfeld und Angriff noch großes Verbesserungspotenzial besteht. Hier greift längst noch nicht ein Rädchen ins andere. Tedesco scheint Spiel für Spiel immer noch auf der Suche nach denjenigen Akteuren zu sein, die am besten zusammen harmonieren. Erst als Schalke nach der Pause mit mehr Mut und Entschlossenheit zur Sache ging, belohnten sich die Gäste mit zwei Toren.

Dass der junge Weston McKennie und nicht die mit viel Vorschusslorbeeren verpflichteten Omar Mascarell, Suat Serdar, Mark Uth oder Sebastian Rudy momentan im Mittelpunkt steht, macht deutlich, dass Tedesco noch sehr viel zu tun hat, um die Integration der Neuzugänge schnellstmöglich voranzubringen.

Schalkes Defensive wieder stabil

Einen Fortschritt kann der Schalker Trainer jedoch verbuchen. Die Königsblauen scheinen zur defensiven Stabilität zurückgefunden zu haben. Kein Gegentor in den vergangenen drei Pflichtspielen sollten der Abwehrreihe die Unsicherheit nehmen, die zuvor geherrscht hatte. Vor allem Naldo spielte in Düsseldorf so stark wie in der Vorsaison.

Fakt bleibt: Nach der Länderspielpause muss Schalke weiter punkten, um erst mal den Tabellenkeller zu verlassen. Dabei würde es gewiss viele Fans freuen, wenn ihr Team nicht nur erfolgreich, sondern auch ein bisschen attraktiver spielen könnte.

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