Sebastian Rudy gilt als der Schalker Königstransfer in diesem Sommer. Doch mit Neuzugängen vom FC Bayern machte der S04 zuletzt schlechte Erfahrungen. Drei Beispiele.

Gelsenkirchen

, 30.08.2018 / Lesedauer: 3 min

In der Winterpause 2013/14 wurde Jan Kirchhoff von den Münchnern für eineinhalb Jahre an Schalke ausgeliehen. Doch dieser Transfer stand von Anfang an unter keinem guten Stern. Kirchhoff reiste sofort mit ins Schalker Trainingslager nach Doha, wo er sich am zweiten Trainingstag einen Riss des vorderen Syndesmosebandes zuzog. Die Folge: Kirchhoff fiel vier Monate aus und kam erst am 33. Spieltag gegen den SC Freiburg zu seinem ersten Einsatz im Schalke Trikot.

Auch in der darauffolgenden Saison konnte Kirchhoff die Erwartungen nicht erfüllen. Das lag unter anderem auch an weiteren Verletzungen wie einer Innenbanddehnung und Sehnenreizung, die ihn immer wieder zu Zwangspausen nötigten.

An diesen Schalker Neuzugängen aus München sollte sich Sebastian Rudy nicht orientieren

Konnte wie zuletzt viele Ex-Bayern-Spieler die Erwartungen auf Schalke nicht erfüllen: Jan Kirchhoff. © NBM

Deshalb ließ Schalke die mit den Bayern vertraglich festgeschriebene Kaufoption von sechs Millionen Euro verstreichen. Der Optimismus des damaligen Schalke-Managers Horst Heldt („Jan wird uns sicher weiterhelfen“) ging nicht in Erfüllung. Nach der Rückkehr zum FC Bayern und den Stationen AFC Sunderland und Bolton Wanderers ist Kirchhoff vereinslos.

Pierre Emile Højbjerg galt als bayerisches Wunderkind und wurde bereits mit 17 Jahren mit den Münchnern im Jahre 2013 Deutscher Meister. Doch danach erfolgte Schritt für Schritt der langsame Karriereknick. Ende August 2015 wurde der Däne für eine Saison an Schalke 04 ausgeliehen.

An diesen Schalker Neuzugängen aus München sollte sich Sebastian Rudy nicht orientieren

23 Bundesligapartien für den FC Schalke 04: Pierre-Emile Hojbjerg. © dpa

Doch erst am 13. Spieltag, beim 1:3 gegen die Bayern, kam er das erste Mal über die vollen 90 Minuten zum Einsatz. In der Hinrunde lief Højbjerg in zwölf Ligaspielen auf. Dazu kamen sechs Spiele in der Gruppenphase der Europa League und ein Spiel im DFB-Pokal; insgesamt kam Højbjerg, der meist im zentralen oder offensiven Mittelfeld spielte, auf 23 Bundesligapartien für den FC Schalke 04, der die Saison als Fünfter beendete. Und auch für den Däne war damit Schluss bei den Königsblauen.

Holger Badstuber wurde in der Winterpause 2016/2017 vom FC Schalke 04 ausgeliehen. Nach über 14 Jahren beim FC Bayern wollte der Verteidiger nach großem Verletzungspech auf Schalke einen sportlichen Neuanfang starten.

Doch dieses Vorhaben gelang nicht. Der gebürtige Memminger kam nur auf zehn Bundesligaeinsätze im Schalker Trikot. Dabei gelang es ihm nicht, einer verunsicherten Schalker Mannschaft mehr Stabilität zu verschaffen, und im Konkurrenzkampf mit den Innenverteidigern Benedikt Höwedes und Matija Nastasic zog Badstuber meistens den Kürzeren.

An diesen Schalker Neuzugängen aus München sollte sich Sebastian Rudy nicht orientieren

Holger Badstuber war keine Hilfe in der Defensive. © dpa

Die Königsblauen standen am Ende einer total verkorksten Saison unter Trainer Markus Weinzierl nur auf dem zehnten Tabellenplatz. Badstuber blieb mit seinen Einsätzen nicht in bleibender Erinnerungen, so dass das Leihgeschäft am Saisonende auslief.

Sebastian Rudy will es natürlich besser machen als seine Vorgänger, die vom FC Bayern zu Schalke wechselten. Suat Serdar ist überzeugt davon, dass Rudy für Schalke ein Gewinn sein wird. „Wir haben gemeinsam zwar erst zwei Trainingseinheiten absolviert, aber man merkt sofort, über welche Erfahrung Sebastian verfügt. Er wird uns mit seiner ruhigen Spielweise helfen,“ so der Neuzugang aus Mainz.