Die Schalker Fanseele kocht: Viele Anhänger wollen Alexander Nübel nach seinem angekündigten Wechsel zu Bayern nicht mehr im Tor sehen. Doch das ist zu kurz gedacht, meint unser Kommentator.

Gelsenkirchen

, 05.01.2020, 18:08 Uhr / Lesedauer: 1 min

Alexander Nübel ist nicht mehr Schalke-Kapitän – eine logische Entscheidung von S04-Trainer David Wagner. Mitspielern und Fans wäre es kaum zu vermitteln gewesen, wenn der Torhüter weiterhin erster Repräsentant der Mannschaft geblieben wäre, der er nach dieser Saison den Rücken kehren wird.

So viel „Romantik“ muss selbst im oft kalten Profi-Geschäft gestattet sein.

Die vielleicht noch wichtigere Frage, die sich spätestens vor dem dritten Rückrunden-Spiel bei Hertha BSC Berlin stellen wird (bis dahin ist Nübel gesperrt): Wer soll in der Rückrunde im Schalker Tor stehen?

Es gibt eine Institution, die größer ist als einzelne Spieler

Für viele S04-Fans ist die Sache längst klar: Nübel hat da nichts mehr zu suchen. Ab mit ihm auf die Tribüne.

Gemach, gemach. Es gibt immer noch eine Institution, die größer ist als einzelne Spieler, und das ist der Verein. Schalke hat die Chance, auf die europäische Bühne zurückzukehren. Das kann nur funktionieren, wenn die beste Mannschaft spielt.

Droht Nübel ein Spießrutenlauf?

Wenn Wagner der Meinung ist, Nübel sei der beste Torhüter im S04-Kader, muss er Nübel auch spielen lassen. Alles andere wäre dem Vereinsinteresse gegenüber fahrlässig.

Völlig klar, dass Nübel vor allem bei Heimspielen zunächst ein Spießrutenlauf droht. Darauf darf David Wagner aber keine Rücksicht nehmen. Ganz unromantisch.

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