Alessandro Schöpf ist enttäuscht von Berlins Karim Rekik

Schalke 04

Seit letzter Woche ist „Schöpfi“ wieder im Mannschaftstraining. Zuletzt hatte er verletzt pausieren müssen. Jetzt verrät er, wie er über Karim Rekik denkt, der ihn gefoult hatte.

Mittersill

, 29.07.2019, 15:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Alessandro Schöpf ist enttäuscht von Berlins Karim Rekik

Froh, wieder dabei zu sein: Alessandro Schöpf. © imago

Sascha Riether, neuer Teammanager von Schalke 04, ist voll des Lobes über Alessandro Schöpf. „Jede Mannschaft kann froh sein, wenn sie einen wie Schöpfi hat“, sagt der Mann, der in der vergangenen Saison noch mit dem Österreicher zusammen gespielt hat. „Einen, der bis zu 14 Kilometer im Spiel läuft – so jemanden brauchst du.“

In der vergangenen Saison konnte „Schöpfi“, wie ihn Fans und Mannschaftskollegen nennen, seine Laufbereitschaft allerdings nur bedingt unter Beweis stellen. Ende Januar hatte ihn ein böses Foul des Berliners Karim Rekik im Spiel bei Hertha BSC außer Gefecht gesetzt: Schöpf erlitt einen Außenbandriss und eine Kapselverletzung und fiel für den Rest der Saison aus.

Enttäuscht zeigte sich Schöpf über seinen Gegenspieler, dem er die Verletzung zu verdanken hat. Zwar glaube er nicht, dass Absicht im Spiel gewesen sei - „aber es war schon ein brutales Foul“, sagt er – eins übrigens, für das Rekik lediglich die gelbe Karte sah, obwohl „Rot“ durchaus angebracht gewesen wäre.

„Karim Rekik hat sich bei mir persönlich nicht einmal gemeldet“, sagte er im Trainingslager der Schalker in Mittersill. „Das finde ich persönlich schade und traurig, aber das ist seine Sache und nicht meine. Ich bin nicht nachtragend, aber ich finde es charakterlich sehr schwach, sich nicht einmal zu melden.“


Wiedersehen am dritten Spieltag

Zu einem Wiedersehen mit Rekik kann es schon sehr bald kommen – bekanntlich empfängt Schalke am dritten Spieltag (31. August) Hertha BSC in der heimischen Veltins-Arena.

Viel wichtiger für den österreichischen Nationalspieler sei aber, dass er überhaupt wieder gegen den Ball treten kann. Seit Beginn des Trainingslagers in seiner Heimat ist er wieder voll ins Mannschaftstraining eingestiegen. „Ich bin froh, dass ich wieder dabei bin und dass mein Knie hält“, so Schöpf. „Ich freue mich auf jede Einheit und auf jedes Testspiel.“

Schalke muss sich wieder neu erfinden

Die Verletzung vom Januar war nicht die erste in seiner Zeit auf Schalke: Bereits im Mai 2017 hatte sich Schöpf einen Kreuzbandanriss zugezogen, der ihn für mehrere Monate außer Gefecht gesetzt hatte. Davon herunterziehen lassen will er sich aber nicht. „Ich bin jemand, der positiv denkt und immer nach vorn schaut“, sagt Schöpf. „Man kann ja eh nichts daran ändern.“

Ändern kann er auch nichts daran, dass sich Schalke im Sommertrainingslager erneut neu erfinden muss: Mit der Ausnahme vom letzten Jahr musste sich die Mannschaft jedes Mal auf einen neuen Trainer einstellen. „ Ich bin es mittlerweile schon gewohnt, ich kenne das gar nicht anders“, zuckt der Österreicher mit den Schultern. Dass David Wagner einen anderen Stil pflege als sein Vorgänger, sei aber schon zu bemerken – etwa daran, dass Wagner auf dem Platz eher still ist und die Anweisungen seinen Co-Trainern überlässt.

„Er redet aber trotzdem sehr viel in der Kabine“, verrät Schöpf. Dort fänden viele Videoanalysen statt, mit denen Wagner versucht, den Spielern seine Idee vom Spiel zu vermitteln. Schöpf gefällt das. „Wenn Fehler passieren, ist es auch angenehmer, das nicht sofort auf dem Platz zu besprechen, sondern nachher in der Videoanalyse.“

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