40 Jahre Fan-Club-Verband: Seit 1978 organisieren sich die Schalke-Fans

Schalke 04

Aus kleinen Anfängen entsteht der Schalker Fan-Club Verband, der für die Königsblauen große Bedeutung gewonnen hat. Ein Mitglied sitzt sogar im Schalker Aufsichtsrat.

Gelsenkirchen

, 15.11.2018, 17:14 Uhr / Lesedauer: 2 min
40 Jahre Fan-Club-Verband: Seit 1978 organisieren sich die Schalke-Fans

Brachte viele Schalke-Fans gegen sich auf: Felix Magath. © dpa

Am 12. August 1978 wird der Schalker Fan-Club Verband (SFCV) gegründet. In der Gaststätte „Glückauf-Eck“ an der Gewerkenstraße 23 fanden sich Schalker-Anhänger aus 16 Fan-Clubs zusammen, um die unabhängig voneinander tätigen Gruppen und Anhängerschaften zu einem organisierten Verband mit gemeinsamer Interessenvertretung zusammen zu führen. Zum Ersten Vorsitzenden wird Arthur Zebunke gewählt.

Doch in den ersten Jahren nach der Gründungsversammlung führt der Verband nur ein Schattendasein, die Zusammenarbeit mit Schalke klappt nicht. Das ändert sich erst, als Rudi Assauer 1981 Manager auf Schalke wird und immer ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der organisierten Anhänger hat. Deren Leidensfähigkeit wird in den 1980er-Jahren jedoch härtesten Bewährungsproben ausgesetzt. Weil Schalke in die Zweite Liga absteigt, gibt es Hohn und Spott und viele Anhänger kündigen ihre Mitgliedschaft.

Gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit

Doch der Verband stabilisierte sich unter Führung von Rolf Rojek und wuchs an seinen Aufgaben. Seit den 80er Jahren setzte sich er sich mit vielen Aktionen für Fair-Play und gegen Gewalt in den Stadien ein. Die zweitgrößte Fanorganisation ist die Schalker Fan-Initiative, die aus der „Faninitiative gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit“ hervorgegangen ist. Diese Initiative formierte sich 1992 in einem Klima zunehmender Ausländerfeindlichkeit. Sie kämpft gegen Rassismus und Kommerzialisierung des Fußballs und wurde mehrfach ausgezeichnet.

Im Laufe der Jahre professionalisieren sich die Fanorganisationen und leisten vorbildliche Sozialarbeit wie zum Beispiel das Schalker Fan-Projekt mit „Kids on Tour“, wo junge Anhänger vielfältige Angebote und sozialpädagogische Begleitung erhalten.

Turbulenzen mit Felix Magath

2010 gerät der SFCV jedoch in Turbulenzen. Als Rolf Rojek vom damaligen Trainer und Manager Felix Magath als Fanbeauftragter abserviert wird, löst das ein Erdbeben in der Fanszene aus. Als Magath gehen muss, kehrt wieder Ruhe ein. Noch 2010 wird Patrick Arnold der erste festangestellte Fanbeauftragte des Vereins.

Die vielfältigen Aufgabenbereiche des SFCV (Jugendarbeit, Gewaltprävention) sind nur mit ehrenamtlichen Kräften nicht mehr allein zu bewältigen. Die neue Direktion Mitglieder, Fanbelange und Sicherheit der Königsblauen trägt dieser Entwicklung Rechnung.

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