Dick eingepackt beim trüben November-Training: Reinhold Ranftl. © RHR-FOTO
Schalke 04 mit Video

Wie Neuzugang Reinhold Ranftl auf Schalke endlich Fuß gefasst hat

Die Schalker Personalsituation ist vor dem Spitzenspiel beim FC St. Pauli angespannt. Die Einsätze einiger Leistungsträger sind fraglich. Reinhold Ranftl ist auf Schalke angekommen.

Es regnete in Strömen, als die Profis des FC Schalke 04 am Dienstagnachmittag ihre zweite Trainingseinheit des Tages absolvierten. Die Personallage ist längst nicht optimal.

Das betrifft weniger Trainer Dimitrios Grammozis, der wegen einer Erkältung wie schon am Montag fehlte, aber bis zum Samstag wieder fit sein sollte, sondern eine Reihe von Leistungsträger.

MRT-Untersuchung bei Drexler

Neben dem Ausfall von Torjäger Simon Terodde bis zum Jahresende, steht zum Beispiel ein Fragezeichen hinter weiteren Einsätzen in diesem Jahr bei Dominick Drexler, der wegen muskulären Problemen nicht trainieren kann. Eine MRT-Untersuchung soll Aufschluss darüber geben, wie schwer er verletzt ist.

Ebenfalls fehlten bei der Nachmittagseinheit Marius Bülter (Nachwirkungen Booster-Impfung), Jaroslav Mikhailov (muskuläre Probleme) und Rodrigo Zalazar (Schlag abgekommen aus dem Sandhausen-Spiel). Darko Churlinov machte zwar einen Trainingsversuch, doch die Schmerzen in der Schulter sind immer noch so groß, dass er frühzeitig in der Kabine verschwand.

Gute Nachricht von Latza

Eine gute Nachricht gab es dafür von Danny Latza. Der Schalker Mannschaftskapitän hat seine schwere Prellung überwunden und trainierte voll mit. Dies durfte auch Rufat Dadashov aus dem Regionalligateam. Nach dem trainingsfreien Mittwoch dürfte man ab Donnerstag klarer sehen, mit welchen Spielern Grammozis planen kann.

Reinhold Ranftl war mit großen Erwartungen zu Schalke gewechselt. Doch diese erfüllten sich zunächst nicht. Der Neuzugang, als guter Flankengeber im Vorfeld mit Vorschusslorbeeren überschüttet, verlor schnell seinen Platz an den jungen Mehmet Can Aydin.

„Das habe ich mir leichter vorgestellt“, gab Ranftl gestern ehrlich zu. Er habe andere Erwartungen gehabt, als regelmäßig auf der Ersatzbank zu sitzen. „Da macht man sich schon Gedanken“, erzählte der Österreicher, doch sein Frust sei nie so groß gewesen, als dass er mit dem Gedanken an einen vorzeitigen Abschied geliebäugelt hätte.

„Der harte Konkurrenzkampf macht mich stärker. Und die tolle Atmosphäre in den Stadien, seitdem wieder Zuschauer zugelassen sind, begeistert mich“, betonte der 29-Jährige, der seinen Wechsel zu den Königsblauen nach eigenen Worten noch nie bereut habe.

Jetzt wartet mit St. Pauli eine große Herausforderung auf Schalke. „Das wird ein harter Brocken. Ich freue mich auch auf meinen Landsmann Guido Burgstaller, den ich noch nie kennengelernt habe“, erzählte Ranftl.

Grammozis registrierte wohlwollend, dass Ranftl nach seinem Fehler gegen Sandhausen ruhig geblieben war. Das zahlte sich aus, als der Linzer Neuzugang ein Tor von Marius Bülter vorbereitete. Ranftl: „Das macht mich ein bisschen stolz.“

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